Ist eine Mumps-Welle im Anmarsch?

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Das Mumps-Virus ist noch lange nicht ausgerottet
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Ärzte warnen vor Mumps-Ausbruch in Deutschland

Mumps, auch als "Ziegenpeter" bekannt, ist eine klassische Kinderkrankheit. Aber auch empfindliche Erwachsene können sich mit dem Virus noch infizieren. Laut deutschem Infektionsschutzgesetz ist Mumps meldepflichtig - und gerade auf dem Vormarsch.

Ärzte in München meldeten in den letzten Tagen immer mehr Mumps-Fälle, da die Krankheit leicht ansteckend ist - durch Tröpfcheninfektion, Speichel und direkten Kontakt mit einem infizierten Menschen. Das Gefährliche an dem Virus: Schon 7 Tage bevor die ersten Symptome auftreten, kann man andere Menschen mit der Krankheit anstecken - die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich18 Tage.

 

Wie erkenne ich Mumps?

 

Zu den Symptomen von Mumps zählen zunächst typische Grippe-Anzeichen (Fieber, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen). Das Virus greift in erster Linie die Ohrspeicheldrüsen an: sie entzündet sich, schwillt an und tut beim Kauen weh. Gelegentlich entzündet sich auch die Bauchspeicheldrüse, was zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen führt.

In extremen Fällen treten weitere Komplikationen auf. Dazu zählt etwa eine Hirnhautentzündung (Meningitis), die sich in Kopf- und Nackenschmerzen sowie Lichtempfindlichkeit äußert. In seltenen Fällen kann das Mumps-Virus eine Innenohrschwerhörigkeit auslösen, die bis zur Ertaubung führt.

 

Wer ist gefährdet?

 

Am häufigsten stecken sich Kinder zwischen dem zweiten und 15. Lebensjahr an. Jungen sind dafür anfälliger als Mädchen. Auch Erwachsene können sich noch anstecken. Es gilt: Je älter man ist, desto schwerer verläuft die Erkrankung.

Vor allem für Schwangere ist Mumps gefährlich - in den ersten drei Schwangerschafts-Monaten können sie zu Fehlgeburten führen. Jungen Frauen drohen bei Ansteckung Entzündungen der Eierstöcke, im schlimmsten Fall zu Unfruchtbarkeit.

Bei Jungen kann das Mumps-Virus die Hoden infzieren und sie ebenfalls unfruchtbar machen.

 

Wie schütze ich mich gegen Mumps?

 

Nur mit einer zweimaligen Impfung. Mumps wird in der Regel zusammen mit Masern und Röteln geipmft ("MMR-Imfung"). Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Wer sich schon einst mit Mumps angesteckt hat, ist lebenslang immun gegen den Virus - in den meisten Fällen zumindest. Eine erneute Infektion mit dem Mumps-Virus ist zwar möglich, kommt aber nur sehr selten vor.

Leidet man unter Mumps, gibt es keine spezielle Therapie dagegen. Man behandelt bloß die Symptome mit schmerz- und fiebersenkenden Medikamenten (meist Paracetamol oder Ibuprofen).

 

(ww7)

 

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