Ist Haare färben in der Schwangerschaft gefährlich?

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Ob Haarfärbemittel über die Kopfhaut in den Blutkreislauf gelangen und somit schädlich sind, ist noch umstritten. Herzogin Kate verzichtet während ihrer Schwangerschaft aufs Nachfärben.
Foto: Getty Images

Herzogin Kate zeigt sich mit grauem Ansatz

Herzogin Kate verzichtet aufgrund ihrer Schwangerschaft aufs Haarefärben. Aber ist das fürs Baby eigentlich wirklich gefährlich? Wir haben die Antwort der Experten.

Wenn Herzogin Kate in der Öffentlichkeit auftritt (oder vor die Paparazzi-Linse gerät), wird alles an ihr bis ins kleinste Detail begutachtet. Welches Kleid trägt sie? Wie verhält sie sich? Wie groß ist das Babyäuchlein schon? Und wo sind eigentlich Klein-George und Prinz William schon wieder? Neuestes Klatschthema: Ihre Haare! Bei ihrem jüngsten Auftritt im englischen Stoke-on-Trent sah die Herzogin Catherine wie immer perfekt gestylt auf, nur ein Detail fiel auf - ihr grauer Ansatz.

Nachlässigkeit? Natürlich nicht! Der Grund, warum die 33-Jährige aufs Haarefärben verzichtet, ist möglicherweise ein anderer. Denn: Herzogin Catherine ist schwanger, Ende April soll das zweite Kind zur Welt kommen. Verzichtet die Royal deshalb aufs Colorieren? Schließlich heißt es doch, dass Haare färben in der Schwangerschaft gefährlich sei. Ist da überhaupt was dran?

Haare färben in der Schwangerschaft: Gefährlich oder nicht?

Schädliches Ammoniak aus Haarfärbemitteln kann durch die Kopfhaut ins Blut gelangen. Diese Chemikalien aus Färbemitteln stehen im Verdacht, schädlich für Ungeborene und Säuglinge zu sein. Über die Kopfhaut aufgenommen gelangen sie in den Körper und somit auch zum Baby. Fakt ist aber: Die meisten Haarfärbemittel enthalten heute weitestgehend überhaupt kein Ammoniak mehr.

Ärzte empfehlen, in den ersten drei Monaten auf das Färben zu verzichten. Auch wenn keine Nachteile für das Ungeborene nachgewiesen wurden, so gehen Sie doch lieber auf Nummer sicher. Ansonsten gilt: Sie können Ihr Haar mit dem gewohnten Produkt colorieren oder tönen. Allerdings sollten Sie nichts Neues ausprobieren. Allergische Reaktionen treten zwar selten auf, sind aber in der Schwangerschaft schwer zu behandeln.

Graue Haare mit Anfang 30: Woran liegt's?

Bereits in ihrer ersten Schwangerschaft mit Baby George zeigte sich Herzogin Kate mit grauen Haaren. Damals war sie gerade mal 30. Warum Ergrauen einige Frauen früher als andere? Wenn die Bildung des Haarfarbstoffs Melanin nachlässt, erscheint das Haar an Kopf und Körper (z. B. Augenbrauen) grau. Wenn gar kein Farbstoff mehr gebildet wird, wird es weiß. Schuld daran sind der Hormonhaushalt im Körper, der sich mit dem Alter verändert, die genetische Veranlagung oder Stress.

Vorbeugen? Nicht möglich. Ergrauen ist erblich bedingt. Manche werden mit 20 grau, andere erst mit 50. Aber durch extreme Belastungssituationen und Krankheiten kann man ebenfalls früher graue Haare bekommen - daher die alte Redewendung: über Nacht ergrauen. Rückgängig machen lässt sich das Ergrauen oder Erweißen nicht. Entweder Sie färben die Haare, oder Sie stehen dazu. Ganz wie Herzogin Kate.