James Franco: „Ich weine oft vor Rührung!“

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James Franco
Foto: Getty Images

Star-Interview mit James Franco

Dieser Mann passt in keine Schublade! James Franco gibt Kurse an der Uni und spielt parallel einen brutalen Drogendealer mit Knarre und Goldzähnen.

JOY: Sie sind gerade in dem Fantasyfilm „Die fantastische Welt von Oz“ als dubioser Magier zu sehen. Mila Kunis, Michelle Williams und Rachel Weisz spielen drei Hexen, die Sie umgarnen. Wie fühlten Sie sich als Hahn im Korb?

James Franco: Grandios (lacht). Spannend war vor allem, dass jede der drei Zauberinnen eine andere Facette aus mir rausgekitzelt hat. An der Seite von Milas geheimnisvoller Theodora-Figur spiele ich den charmanten Verführer, mit Michelles süßer Glinda verbindet mich eine echte Romanze und Rachel führt mich als hinterlistige Evanora ordentlich an der Nase herum und lässt mich wie einen dummen Clown aussehen.

In der Galerie verraten wir Ihnen fünf Gründe, warum man James Franco einfach lieben muss (5 Bilder):

Wie war es, in einer absolut fiktiven Fantasiewelt zu drehen?

Diese Herausforderung hat mich ganz besonders fasziniert! Es ist das erste Mal, dass ich in einem Film mitwirke, der zu 95 Prozent aus visuellen Effekten besteht. Die Oz-Fantasielandschaft wurde mit ganz besonders viel Liebe zum Detail re-alisiert, denn für das Produktionsdesign war Robert Stromberg verantwortlich, der auch die Kulissen von „Avatar“ und „Alice im Wunderland“ entworfen hat.

Die Schauspielerei allein scheint Sie nicht auszufüllen. Sie schreiben auch Drehbücher, malen, gründeten kürzlich eine Band namens Daddy, arbeiten an Ihrem Doktortitel und geben momentan an vier Universitäten Filmkurse. Warum tanzen Sie auf so vielen Hochzeiten?

Im Filmgeschäft sind mir viele Schauspieler zu verbissen. Jeder sucht krampfhaft nach einem nächsten Projekt: Welchen Film drehe ich jetzt? Was wird mein nächstes großes Ding? Das resultiert aus einer sehr engstirnigen, Ich-bezogenen Einstellung. Ich bin da ein ganz anderer Typ, ich brauche ein buntes Leben und will mich auf ganz verschiedenen Ebenen austoben!

Was hat Sie dazu bewogen, Filmkurse zu geben?

Während meiner Studienzeit produzierte ich selbst jede Menge aufwändige Kurzfilme, die in der Regel niemand außerhalb des Klassenraums zu sehen bekam. Das war ganz schön frustrierend und diesen Zustand möchte ich ändern. Ich kann meinen Studenten jetzt mithilfe meiner Beziehungen in Hollywood ein gutes Sprungbrett bieten.

Beim Filmfest in Rom wurde im November dank Ihrer Kontakte bereits der Episodenfilm „Tar“, den zehn Ihrer New-York-University-Studenten gedreht haben, gezeigt. Waren Sie stolz auf Ihre Nachwuchsregisseure?

Und wie! Premieren, rote Teppiche und das Gefühl, im Blitzlichtgewitter zu erblinden, finde ich zwar lästig, aber meine Studenten waren hin und weg. Sie konnten ihre Arbeit einem Publikum vorstellen, das Eintritt zahlt, was an einer Filmhochschule nie passiert – und bekamen qualifizierte Kritik, schlechte und gute! Nach der Aufführung war ich so bewegt, dass ich unkontrolliert weinen musste. Das passiert nur, wenn ich extrem gerührt bin. Es war grandios, Menschen eine Welt zu zeigen, die ich schon 15 Jahre kenne.

Wie bringen Sie alle Ihre Aktivitäten unter einen Hut? Finden Sie noch Zeit für Sport, Dates und Schlaf?

Doch, das klappt! Workout: Ich mache jeden Morgen Liegestütze. Dates: Ich arbeite an vielen Projekten mit guten Freunden, natürlich auch weiblichen – mit denen gehe ich dann auch aus. Schlaf: Ich brauche nur sechs Stunden.

Im Sommer 2011 trennten Sie sich nach fünf Jahren von Ihrer Freundin Ahna O’Reilly. Welche Eigenschaften sind Ihnen bei einer Frau wichtig?

Sie sollte intelligent und kreativ sein, meinen Lifestyle verstehen und unterstützen. Und eine gewisse Gelassenheit haben. Ich hatte auch schon Freundinnen, die sich beim kleinsten Streit in eine zickige Zweijährige verwandelt haben – so was ist mir echt zu stressig!

Als Nächstes sind Sie in dem provokanten Party-Movie „Spring Breakers“ (Kinostart: 21. März 2013) zu sehen. Stimmt es, dass Sie Co-Star Ashley Benson daten?

Ich kann mich offenbar glücklich schätzen. Angeblich hatte ich in den letzten Monaten sogar mit zwei meiner Kolleginnen eine Affäre – mit Ashley und Selena Gomez . Mit Kristen Stewart soll ich auch geflirtet haben. Wir waren nämlich zur gleichen Zeit bei den Filmfestspielen in Toronto. Dabei saß ich in der 13. Reihe, als sie auf der Bühne für „The Road“ interviewt wurde. So intim war unser Kontakt, ich wünschte mir ja auch, ich wäre etwas näher dran gewesen (lacht)!

In „Spring Breakers“ sind Sie als schießwütiger Drogendealer Alien kaum wiederzuerkennen. Wie lief Ihre tägliche Verwandlung in der Maske ab?Am ersten Tag bekam ich die Rastazöpfe eingeflochten, das dauerte fünf Stunden. Diese Frisur trug ich während der gesamten drei Wochen, die wir gedreht haben. Außerdem wurden mir täglich Goldzähne und 15 Tattoos aufgeklebt.

Haben Sie während Ihrer Studienzeit in den Semesterferien auch ausgiebig Spring Break gefeiert?

Nein, denn ich studierte nur ein Jahr an der Uni in L. A. und ging dann auf die Schauspielschule. Als ich mit 27 mein Studium fortsetzte, fühlte ich mich zu alt für diese Art von Partys. Es ist verrückt, dass ich gewisse Dinge nicht im echten Leben, sondern nur im Film erlebt habe: Einen Abschlussball in „Ungeküsst“ mit Drew Barrymore und geheiratet habe ich bisher „nur“ Sienna Miller in „Camille“ (lacht).

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