Jan Fedder: Wenn es um seine Mutter Gisela geht, wird der „harte Bulle“ ganz weich

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Jan Fedder
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Die Erinnerung trägt er immer in seinem Herzen

Ein richtiger Kerl – das ist der Begriff, der einem sofort zu Jan Fedder einfällt. Doch wenn es um seine Mutter Gisela (†90) geht, wird der „harte Bulle“ ganz weich. Bei uns verrät er, was sie ihm mit auf den Weg gab …

In Ihrem neuen Film „Die göttliche Sophie – Das Findelkind“ nehmen Sie als Pfarrer die Beichte ab. Haben Sie auch schon mal gebeichtet? Jan Fedder : Nein. Ich lebe ein glückliches Leben, bin glücklich verheiratet und habe auch nichts zu beichten. Ich bin immer ehrlich, korrekt und sage, was ich denke.Hat denn schon mal jemand etwas bei Ihnen gebeichtet? Jan Fedder : Ja. Ich weiß auch nicht wieso. Ich strahle wohl etwas Vertrauenswürdiges aus. Im Nachhinein wundern die sich auch immer und fragen sich: Warum habe ich das dem denn nur erzählt? Also ich beichte nicht, aber viele beichten bei mir.Dann passt die Rolle des Priesters ja auch sehr gut zu Ihnen …Jan Fedder: Ja, das kann man so sagen.Könnten Sie sich denn privat vorstellen, nach Bayern zu ziehen?Jan Fedder: Nein, niemals. Alleine schon wegen des Raucherverbotes nicht. Außerdem bin ich Hamburger . Die Landschaft da unter ist wirklich schön und die Menschen sind auch sehr nett, aber da leben? Das könnte ich nie.Auch das Predigen gehört im Film zu Ihrem Job. Wenn Sie predigen dürften, was wäre das?Jan Fedder: Ich habe schon mal gepredigt. Das war im Hamburger Michel. Der Hauptpastor und ich haben eine Dialog-Predigt gehalten. Ich bin der Kirche auch sehr verbunden.Glauben Sie an Gott?Jan Fedder: Ja, ich bete jeden Tag und bedanke mich für mein wundervolles Leben.Bitten Sie im Gebet auch um etwas?Jan Fedder: Nein, ich bedanke mich nur.Gab es Momente in Ihrem Leben, in denen Sie mit Gott gehadert haben?Jan Fedder: Nicht direkt.

Sie haben im letzten Jahr viele Ihnen nahe stehende Menschen verloren …Jan Fedder: Ja, letztes Jahr war ein ziemlich hartes Jahr für mich. Ich musste zu sieben Beerdigungen. Das hat mich doch ganz schön mitgenommen.Auch Ihre Mutter ist im letzten Jahr mit 90 Jahren gestorben. Was vermissen Sie nach Ihrem Tod besonders?Jan Fedder: Wenn ein wichtiger Mensch stirbt, denkt man, dass man gerne noch einiges mit ihm geklärt hätte … Aber meine Mutter und ich haben eigentlich alles miteinander besprochen. Und sie hatte einen angenehmen Tod. Sie hat nicht lange gelitten und wir haben uns lange voneinander verabschiedet.Welcher Rat ist der wichtigste, den Sie von Ihrer Mutter bekommen haben?Jan Fedder: Sie war früher Tänzerin und wollte auch, dass ich etwas mit Tanzen mache. Wir beide waren immer die Künstler in unserer Familie. Wir waren beide Zirkuspferde......was meinen Sie mit „Zirkuspferde“?Jan Fedder: Zirkuspferde müssen immer marschieren. Meine Mutter marschierte in Ihrem Job als Tänzerin und Gymnastiklehrerin und – das habe ich von ihr gelernt – ich in meinem Job als Schauspieler. Wir beide waren nie totzukriegen.Hat Ihre Mutter Sie auch bei Ihrer Schauspielkarriere unterstützt?Jan Fedder: Nein, das hab ich schon alles alleine gemacht. Aber wir kommen aus demselben Stall. Wir marschieren, bis wir umfallen.Wofür sind Sie Ihrer Mutter besonders dankbar?Jan Fedder: Am dankbarsten bin ich ihr für den 14. Januar 1955, 20.10 Uhr (lacht). Für meinen Geburtstag…Glauben Sie denn an ein leben nach dem Tod?Jan Fedder: Nein.

TV Top-Tipp :Am 15. April 2011 um 20.15 Uhr ist Jan Fedder neben Michaela May in der ARD-Komödie “Die göttliche Sophie – Das Findelkind” zu sehen.

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