Janina Hartwig: "Ich fühl mich ganz bei mir"

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Janina Hartwigs Lebensgefährte ist der Sterne-Koch Reiner Fischer. Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Koch-Event.
Foto: Getty Images

Interview

Wir lieben sie in ihrer TV-Rolle als Ordensschwester Hanna. In MEINS spricht Janina Hartwig über ihre Gefühle, Familie – und begeistert uns mit jugendlichem Esprit

Das Lächeln, der spitzbübische Charme – beim Fotoshooting für MEINS steckt Janina Hartwig , 52, das ganze Team mit ihrer guten Laune an. Kaum zu glauben, dass sie in der TV-Serie „Um Himmels Willen“ manchmal sehr resolut sein kann, wenn sie sich als Ordensschwester Hanna mal wieder mit dem überaus geschäftstüchtigen Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) um das Kloster Kaltenthal zankt.

Seit 12 Jahren schalten wir die Serie ein (ca. 6,5 Mio. Zuschauer!) und bewundern darin Nonnen, die sich nicht nur um Gott, sondern auch um die Welt und die Menschen kümmern. Eine Haltung, die sich viele auch von der echten Amtskirche wünschen. „Ich denke, genau das ist ein Grund für den Erfolg“, sagt Janina Hartwig. Aber der hat natürlich auch mit ihr zu tun ...

Wie sehr beschäftigen Sie sich mit Religion?

Nun, ich spiele seit acht Jahren eine Nonne. Es gehört zum Handwerk des Schauspielers, dass ich mich informiere, was für eine Rolle ich verkörpere.

Die Kirche steht in der Kritik, zuletzt wegen des Skandals um Bischof Tebartz-van Elst …

Solche Menschen lenken leider den eigentlichen Sinn von Religion in eine falsche Richtung. Gott sei Dank haben wir jetzt einen Papst, der sehr viel Hoffnung gibt. Und die Welt schaut gespannt, ob er durchsetzen kann, was er predigt.

Sind sie spirituell?

Ich gehöre keiner kirchlichen Konfession an. Doch ich glaube, dass es eine höhere Macht gibt. Und Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht mit unserem menschlichen Verstand erklären können. Ich nenne es Schicksal oder Energie.

Sie hat viel Glück gehabt im Leben, und das Schicksal hat es meist gut gemeint mit ihr, gibt Janina Hartwig zu. Das fing schon bei ihrer Geburt an. Sie ist 1961 im damaligen Ostteil Berlins ein paar Wochen zu früh zur Welt gekommen, litt als Baby an einer schweren Lungenkrankheit, die zu der Zeit als nicht behandelbar galt. Irgendwie habe sie dann doch die Kurve gekriegt, sagt Janina Hartwig.

Aber es sei ein kleines Wunder gewesen, dass sie überlebt hat. Es klingt nach Dankbarkeit und Bescheidenheit, wenn sie über ihr Leben spricht. Im Alltag ein wichtiges Motto von ihr: Sie geht offen an alles heran. Also erst mal reinflattern, dann nachdenken. Typisch für ihr Sternzeichen ...

Sie sind Zwilling …

... und ein Zwilling redet und philosophiert gerne. (Lacht)

Ein Zwilling braucht aber auch viel Zeit für sich.

Ja, vor allem auch, weil Drehtage ganz schön anstrengend sind. Ich bin um 8 Uhr in der Maske, gegen 9 Uhr ist Drehbeginn, und um 19 Uhr ist meist Schluss. Danach kümmere ich mich um meine Familie. Wenn ich gestresst bin, dann muss ich in den Wald hineingehen, das beruhigt meine Sinne und bringt mich wieder in meine Mitte. Dann bin ich ganz bei mir.

Ist Ihnen auch eine gesunde Ernährung wichtig?

Das ist ein großes Thema für mich! Aber ich bin kein Ernährungsfanatiker. Ich liebe es, auch mal über die Stränge zu schlagen und einen guten Wein zu trinken und Fleisch zu essen. Aber dann interessiert mich, wo das Fleisch überhaupt herkommt. Ich achte darauf, dass ich nicht dieses Hühnerfleisch aus den quälerischen Massentierhaltungen kaufe. Fleisch, das ökologisch produziert wird und aus Freilandhaltung stammt, schmeckt auch viel besser. Deshalb bin ich froh, dass ich es mir leisten kann, meist Bio einzukaufen.

Was Janina Hartwig sonst noch im persönlichen Gespräch verraten hat, können Sie in der aktuellen Mai-Ausgabe der Meins nachlesen!

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