Jared Leto: „Geld ist langweilig“

jared leto geld ist langweilig
Jared Leto
Foto: Getty Images

Star-Interview mit Jared Leto

Hauptsache verrückt! Jared Leto (42) würde nie eine Rolle annehmen, nur weil sie gut bezahlt ist. Er ist auf der Suche nach Grenzerfahrungen.

Er ist Hollywoods Mann für Extreme. Jared Leto spielte schon einen Junkie und den homosexu-ellen Lover von Alexander dem Großen. Er erschoss John Lennon und in „Dallas Buyers Club“ schmuggelt er als Transvestit Aids-Medikamente. Gleichzeitig baute er parallel eine Karriere als Rockmusiker auf – mit 30 Seconds to Mars. Auch die Reihe seiner Ex-Lover, inklusive Cameron Diaz und Paris Hilton, ist hochkarätig.

Die nackten Pos der Hollywood-Hotties gibt's hier zu sehen:

Auf den ersten Blick wirkt der Schauspieler wie ein schmächtiger Junge – bei dem schlanken Körperbau und der 1,75-Meter-Körpergröße kein Wunder. Doch es ist Jared Letos provozierender und zugleich hellwacher Blick, der alles über ihn aussagt: Das ist kein Mann, der sich mit Halbherzigkeiten und Mittelmaß zufriedengibt.

JOY:  In Ihrer aktuellen Rolle tragen Sie Frauenkleider. Haben Sie dabei etwas Neues über sich herausgefunden?

Jared Leto: Dass ich ziemlich schöne Beine habe (lacht). Und in High Heels kamen sie noch besser zur Geltung.

Haben Sie sich dadurch weiblich gefühlt?

Könnte man so sagen. Ich trug beim Dreh nie eine Hose, nur Kleider und Strumpfhosen. Am schrägsten fühlte es sich aber an, als ich meinen gesamten Körper enthaarte.

Sie sind im Film extrem dünn. Wie dünn genau?

Ich nahm für diese Rolle 20 Kilo ab und wog nur noch 56 Kilo. Zum Glück kein Dauerzustand.

Wie haben Sie so viel Gewicht verloren?

Neue Erfahrung: In „Dalles Buyers Club“ spielt Jared einen Transvestiten. Hier besucht Jared die Premerie des Films

Durch einfache Mathematik. Das sollte man aber nicht nachmachen! Ich hörte auf zu essen. Eine Grenzerfahrung, denn sie verändert, wie du gehst, denkst, sprichst. Und du bekommst extreme Stimmungsschwankungen. Das Gegenteil, extrem zuzunehmen, macht aber auch keinen Spaß. Für das Drama „Chapter 27“, in dem ich den Mörder von John Lennon spielte, habe ich 30 Kilo draufgepackt. Davon bekam ich Gicht.

Warum tun Sie sich so etwas an?

Das mit dem Zunehmen war idiotisch. Ich möchte das nicht wiederholen. Aber ich finde, du musst schon ein bisschen leiden, wenn du etwas erreichen möchtest. Wer nichts von sich gibt, arbeitet nicht hart ge-nug. Viele großartige Dinge, die geschaffen wurden, haben enorme Opfer verlangt.

Was opfern Sie für Ihre Band 30 Seconds to Mars?

Einmal sagte ich Clint Eastwood eine Rolle ab, weil Konzerte anstanden. Das war, bevor unsere Band Erfolg hatte. Und mit festen Beziehungen sieht es schlecht aus. Ich bin momentan mit der Arbeit verheiratet.

Vermissen Sie die Liebe nicht?

Nicht wirklich. Gerade, weil ich so viel Erfüllung in meinem beruflichen Leben habe. Abgesehen von meiner kreativen Befriedigung gibt mir die Zuneigung meiner Fans sehr viel.

Heißt, Sie unterdrücken es, wenn Sie Gefühle für eine Frau haben?

Nein, das würde ich so nicht sagen. Ich laufe nicht mit Scheuklappen durch die Gegend. Aber die Liebe ist ein Hurrikan, ein Regenbogen. Soll heißen: Sie geschieht einfach. Du gehst durch die Stadt und plötzlich fällt sie vom Himmel.

Andere Welt: Jared, Bruder Shannon und Kumpel Tomislav sind 30 Seconds to Mars. Die Band tourt im Februar durch Deutschland

Für Sie gilt wohl nur: Alles oder nichts. Stimmt das?

Ich folge einfach meiner Leidenschaft, meinen Träumen. Das Leben ist kurz. Wer weiß schon, was der Morgen bringt? Du sollst einfach das tun, was dein Herz begehrt. Wobei ich die Schauspielerei sowieso zurückgefahren habe. Mein letzter Film ist vier Jahre her. Ich beschäftige mich oft lieber mit Musik und führe Regie bei Kurzfilmen und Videoclips.

Reicht das? Was ist mit dem finanziellen Erfolg?

Ich habe nie aus diesem Grund gearbeitet. Luxus interessiert mich nicht, ich brauche kein Schloss in Europa. Wenn das der Fall wäre, würde ich Aktien managen oder etwas mit Technik machen. Oder ganz andere Filme drehen. Aber Geld finde ich langweilig.

Sie nehmen auf wenig Rücksicht, schon gar nichtauf sich selbst oder Ihre Gesundheit. Haben Sie keine Angst, das Schicksal zu sehr herauszufordern?

Ich glaube an die göttliche Vorsehung, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Was nicht heißt, dass ich keine Verantwortung übernehme. Du musst deine eigene Geschichte selbst gestalten. Der Philosoph Immanuel Kant vertrat ein sinnvolles Grundprinzip, den sogenannten kategorischen Imperativ: Verhalte dich stets so, dass man aus deinen Handlungen ein Gesetz ableiten könnte. Diese Denkweise finde ich großartig!

Mehr Star-News aus Hollywood gibt's hier >>

Kategorien: