Jeanette Biedermann: Das Krebs-Drama um ihren Vater

jeanette biedermann krebs b
Jeanette Biedermann ist immer für ihre Familie da.
Foto: Imago/Viennareport

„Ich habe gelernt, wie zerbrechlich mein Glück ist“

Dass wir die Fäden unseres Schicksals immer in der Hand halten, ist ein Trugschluss. Das musste auch Sängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann (32) schmerzhaft erfahren. Stets war sie der quirlige Sonnenschein aus dem TV – bis bei ihrem Vater Bernd (61) vor zwei Jahren Krebs in der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert wurde!

Ein Schicksalsschlag, der sie für immer veränderte. Wie Jeanette heute lebt, wie es ihrer Familie geht, erzählt sie uns im Interview.

Nichts ist Ihnen wichtiger als Familie. Daher gleich zu Beginn: Jeanette, wie geht es Ihrem Vater Bernd?

Jeanette Biedermann: Es geht ihm viel, viel besser. Die ganze Familie ist total glücklich, dass er erfolgreich operiert werden konnte. Mein Vater hat natürlich mit den Nachwehen dieser schweren Erkrankung zu kämpfen, aber er schlägt sich wacker. Er ist so weit auf einem guten Stand, dass wir alle einmal tief durchatmen können.

Machen Sie sich nach so einer Diagnose mehr Gedanken?

Jeanette Biedermann: Absolut. Man hält inne und begreift schlagartig, dass vieles in unserem Leben nicht selbstverständlich ist. Ich habe dadurch gelernt, wie zerbrechlich mein Glück ist – und wie schnell das Leben vorbei sein kann.

Wie hat die Krebs- Erkrankung Ihres Vaters die Familie verändert?

Jeanette Biedermann: :Meine Eltern und ich waren schon immer eine starke Gemeinschaft, ich habe stets einen sehr engen und liebevollen Kontakt zu ihnen gepflegt. Aber natürlich schweißt ein solcher Vorfall noch mehr zusammen. Man passt mehr aufeinander auf, sagt Sachen wie „Schone dich!“ und „Mach mal Pause!“ und geht generell mit dem Thema Gesundheit plötzlich bewusster um.

Sicherlich hat Ihnen auch Ihre große Liebe, der Musiker Jörg Weisselberg, Kraft gegeben.

Jeanette Biedermann: Ja, das stimmt.

Sie haben im Sommer geheiratet. Hat das Ja-Wort zwischen Ihnen etwas verändert?

Jeanette Biedermann: Nein, eigentlich gar nicht (Anm. d. Red.: Jeanette Biedermann war vor der Hochzeit bereits acht Jahre mit Jörg Weisselberg liiert). Aber eine Ehe ist eben schon ein sehr großes Liebesversprechen. Und das gibt natürlich mehr Sicherheit, als man jemals zuvor hatte. Nun gründeten

Sie mit Ihrem Mann Jörg und Christian Bömkes die Band „Ewig“. Funktioniert das denn?

Jeanette Biedermann: Ja, sehr gut. Es ist nicht so, dass mein Mann Jörg und ich ständig aneinander kleben und Christian nicht weiß, was er mit sich anfangen soll. Wenn wir Musik machen, dann sitzen wir als Freunde zusammen, nicht als Ehepaar plus Freund.

Eine neue Band, eine CD, eine Tournee im Herbst. Da bleibt wohl keine Zeit für die Familiengründung

Jeanette Biedermann: Wir haben doch eine riesige Familie gegründet, sozusagen eine Band-Familie (sie lacht)! Wir haben 13 musikalische Kinder – unsere Lieder. Jedes ist wie ein Baby für uns. Und mit denen verreisen wir bald an 16 Konzert- Orte.

Das heißt, Sie hören Ihre innere Uhr noch nicht ticken?

Jeanette Biedermann: (Sie lacht) Ich bin 32 Jahre alt. Da habe ich noch ein bisschen Zeit.

Kategorien: