Jetzt ist Zeit für die Fastenkur: Frühjahrsputz für Leib und Seele

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Fasten reinigt unseren Körper. Doch auch Gesunde sollten nur unter medizinischer Aufsicht kuren
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Alternative-Medizin

Fühlen Sie sich schlapp und lustlos? Versuchen sie es doch mal mit Fasten: Das entgiftet Ihren Körper und sorgt im Nu für neues Wohlbefinden.

Der lange trübe Winter steckte ihr in den Knochen – alles wurde zur Last: In der Partnerschaft brodelte es, sie ging lustlos zur Arbeit und ständig plagten sie Kopfschmerzen. Manchmal nahm Annie S. (47) mehrmals täglich Schmerztabletten, fühlte sich dann aber nur noch müde. Entkräftet ging sie zum Arzt. Der ermittelte den pH-Wert im Blut (gibt den Säuregrad an). Ergebnis: Sie litt an einer Azidose (einer Übersäuerung ihres Blutes). Vermutlich die Ursache ihrer Mattigkeit. Die Balance ihres Körpers war aus dem Lot geraten.

Durch falsche Ernährung übersäuert„Der Säure-Basen-Haushalt ist wichtig für einen funktionierenden Organismus“, erläutert die Fasten-Expertin Dr. Martha Ritzmann-Widderich von der Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung e. V., Überlingen. In Zellen und Gewebe unseres Körpers ist der richtige pH-Wert notwendig, damit der Stoffwechsel optimal ablaufen kann. Unsere Zellen sorgen andauernd dafür, das störanfällige Säure-Basen-Gleichgewicht in Balance zu halten. Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch aber können zu einer Übersäuerung des ganzen Körpers führen. Manchmal sind die Ursachen auch krankheitsbedingt. Chronische Entzündungen, Nierenfunktionsstörungen oder ein unerkannter Diabetes können ebenfalls zu einer Übersäuerung führen. Medikamente tun ein Übriges.

Sauer macht krankSäuren sind chemische Verbindungen, die der Körper verarbeiten muss. Denn nach der Lehre der Naturheilkunde ist die Übersäuerung des Körpers oftmals die Ursache für Krankheiten. Sie kann zu Magen-Darm-Störungen führen oder die Funktion von Leber und Galle behindern. Ein saurer Stoffwechsel soll auch Allergien, Migräne und depressive Verstimmungen verstärken! Der durch Säuren belastete Organismus ist kraftlos, der Betroffene fühlt sich schlapp, kann sich nicht konzentrieren, ganz so, wie es auch bei Annie S. war.

Eine Woche Fasten kann viel helfenDurch Fasten wird man nicht einfach geheilt. Doch der Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes ist der erste Weg zurück zu Wohlbefinden und Gesundheit. Dabei heißt Fasten nicht Hungern! Fasten bedeutet, Körper und Geist zu reinigen, durch verringerte Nahrungsaufnahme zu entgiften, sich auch mal vom Alltag zu lösen, abzuschalten und ganz auf sich selbst zu konzentrieren. „Manche verbinden eine längere Fastenkur auch mit Meditation, um innerlich zur Ruhe zu kommen“, berichtet Ritzmann-Widderich. Eine Woche sei Minimum für eine Fastenkur. Der Gesundmacher-Effekt: „Schädliche Abbauprodukte, die im Stoffwechsel entstehen, werden aus dem Körper geschwemmt.“

Das Prinzip ist einfach: Der Fastende nimmt hauptsächlich Gemüsesuppen und verdünnte Säfte, Tee und Wasser zu sich. Diese wirken unserer sonst üblichen Nahrung entgegen, welche zu einer Übersäuerung führt. Hilfreich sind auch spezielle basische Mineralstoffe, die in Form von Pulver eingenommen werden. Um die Entgiftung zu unterstützen, unbedingt viel trinken!

Abnehmen: ein schöner Nebeneffekt„Viele fasten auch, um ein paar überflüssige Pfunde damit loszuwerden“, erläutert die Expertin. Mit einer Woche Fasten lassen sich zwei bis drei Kilo gesund abnehmen. „Damit danach kein Jojo-Effekt eintritt, sollte die Fastenwoche als Einstieg in eine Ernährungsumstellung genutzt werden“, rät sie.

Balance durch richtige ErnährungWenn Sie langfristig einer Übersäuerung vorbeugen wollen, essen Sie mehr Basen-Spender als Säure-Bildner. „Gute“ Nahrungsmittel sind vor allem Wurzel- und Blattgemüse, Kartoffeln und Obst. Annie S. fühlte sich nach einer Fastenwoche regelrecht neu belebt und achtet seither gezielt auf ihre Ernährung.

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