Joachim Gauck und seine Daniela: Der verzweifelte Kampf um ihr Glück

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Joachim Gauck und Daniela Schadt bei einem offiziellen Termin – er hat das höchste Amt im Staate, sie muss das akzeptieren.
Foto: Getty Images

Nach nur einem Jahr im Amt

Das Leben hat sich total verändert – vor allem für seine Partnerin.

Sie kennen sich lange, sie kennen sich gut, über zwölf Jahre. Aber dass sie einmal so verzweifelt um ihr Glück, um ihre Liebe würden kämpfen müssen – das haben Bundespräsident Joachim Gauck (73) und seine Lebensgefährtin Daniela (53) sich nicht träumen lassen…

Erst ein Jahr ist er jetzt im Amt – doch seither ist in ihrem Leben nichts mehr so, wie es mal war. Und es gibt einige, die glauben, die Beziehung der beiden habe bereits gelitten. Erste, zögerliche Bedenken hatte Daniela Schadt schon kurz nach Joachim Gaucks Wahl zum Staatsoberhaupt im März 2012 anklingen lassen: „Ich hoffe, dass wir genug Zeit für uns haben werden.“

Und sie ist es wohl jetzt auch, die immer, wenn der enge Terminplan es zulässt, kleine Fluchten, Auszeiten für sich und den Präsidenten zu organisieren versucht. Es ist wie ein verzweifelter Kampf um das bedrohte Glück.

Eines steht fest: Daniela Schadt ist es, die die größten Opfer bringen musste. Die sympathische Frau, die am liebsten Jeans und Pulli trägt und Fahrradfahren liebt, muss sich jetzt dem strengen Regierungs-Protokoll unterwerfen.

Viel schwerwiegender noch: Die begeisterte Journalistin gab ihren Beruf auf. Joachim Gauck sagte dazu: „Daniela ist eine erwachsene, politikerfahrene Frau, der klar ist, dass sie als Partnerin des Bundespräsidenten nicht weiter als Ressortleiterin Innenpolitik in ihrer Zeitung arbeiten kann.“

Trotzdem – die Sehnsucht nach dem früheren Leben bleibt. Unsere First Lady: „Die wunderbaren Diskussionen in der Redaktion der Nürnberger Zeitung fehlen mir.“ Sie vermisst ihre Kollegen. Auch der Umzug von Nürnberg nach Berlin fiel ihr nicht leicht: „Ich habe 26 Jahre dort gelebt.“ Zwar schätze sie Berlin, fügt sie hinzu – aber wirklich überzeugend klingt das nicht.

Als First Lady muss sie Haltung wahren, darf nie klagen. Nur leise klingt an, wie schwer es ihr fällt, sich dem Amt unterzuordnen. Gemeinsam über den Wochenmarkt schlendern, einkaufen – das war einmal. Nun führen sie vor allem ein öffentliches Leben, umgeben von Sicherheitsleuten. Nur wenig Zeit zu zweit. Es ist ihre schwerste Bewährungsprobe.

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