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 WUNDERWEIB » JOB & FINANZEN

Clever Sparen im Supermarkt

Vorbereitung

Vor dem Einkauf Vorräte inspizieren: Ein kurzer Blick in den Kühlschrank oder den Vorratsschrank hilft, den Überblick zu behalten. Schätzungen zufolge werden in manchen Haushalten bis zu 35 Prozent der Einkäufe weggeworfen. Achten Sie auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Welche Lebensmittel müssen möglichst schnell verbraucht werden? Und gehen Sie nie ohne Einkaufszettel in den Supermarkt. So denkt man an alles und verhindert gleichzeitig den Kauf von Überflüssigem.

Preisvergleich

Informieren Sie sich über Preise: Wer sie laufend im Blick hat, zum Beispiel in Werbeprospekten, Tageszeitung, Flyer, Anzeigen, Internet, bekommt schnell ein Gefühl dafür, was günstig und was teuer ist. Sonderangebote, die in der Tageszeitung oder per Werbeprospekt beworben werden, müssen am Erscheinungstag im Laden sein.

Timing

Nutzen Sie die "Happy Hour": Viele Backshops oder Gemüseabteilungen verkaufen kurz vor Ladenschluss die Waren zum halben Preis. Aber gehen Sie immer satt zum Einkaufen: Ein hungriger Kunde ist nämlich der beste Kunde, so lautet eine alte Weisheit der Supermarktinhaber. Wer mit leerem Bauch einkauft, ist anfälliger für Spontankäufe.

Planvoll

Teilen Sie Ihren Einkauf auf mehrere Geschäfte auf: Wer aus Bequemlichkeit nur zu einem Händler geht, der das vollständige Sortiment hat, zahlt häufig mehr. Wer Zeit hat, also mehrere Geschäfte ansteuern und dort gezielt günstige Produkte kaufen. Aber: Je öfter Sie einkaufen, desto größer ist die Chance, zu viel überflüssige Produkte mitzunehmen. Teilen Sie Ihre Einkäufe also gut ein.

Sortiment

Bücken zahlt sich aus: Um möglichst viel zu verkaufen, haben Supermärkte ihr Sortiment so arrangiert, dass Kunden an fast jedem Regal vorbei müssen. Was häufig gekauft wird wie Milch, Wurst und Käse, findet man hinten im Markt. Der Weg dorthin ist eine lange Fahrt durch Regal-Gassen. Darin sind auf Augenhöhe die teuren Produkte. Unten liegen die billigeren, die aber oft qualitativ ebenso gut sind.

Sonderangebote

Achtung vor vermeintliches Sonderangeboten: Manchmal sind diese teurer, als die gleiche Ware im Regal. Dasselbe gilt bei Großpackungen: Sie sind nicht automatisch günstiger als kleine. Ein Preisvergleich lohnt sich fast immer. Gramm oder Literangaben vergleichen. Frisches zum kleinen Preis: Viele Geschäfte reduzieren Produkte, wenn das Haltbarkeitsdatum fast abgelaufen ist. Wenn die Sachen ohnehin auf Ihrem Einkaufszettel stehen: zugreifen!

Marken

Schauen Sie nach No-Name-Artikeln: Einige Markenprodukte gibt es unter anderem Namen bei gleicher Qualität im Schnitt 30 bis 40 Prozent günstiger.

Kassenzone

Vorsicht: In der Kassenzone finden Anschläge auf die Geldbörse und die Figur statt. Hüten Sie sich vor Regalen, die vor Kassen stehen: Ganz bewusst sind darin Süßigkeiten platziert. Schoko−Riegel & Co. führen nicht nur Kinder in Versuchung und strapazieren Mamas Nerven. Auch Erwachsene bekommen beim Anstehen Appetit und greifen spontan zu. Der Trick der Läden klappt: Immerhin machen die Märkte rund 20 Prozent des Umsatzes auf den letzten Metern zur Kasse.

Psychotricks

Kaum merkbar, doch nichts wird im Supermarkt dem Zufall überlassen: Durch spezielle Lüftung verströmt zum Beispiel die Brottheke köstlichen Duft von frischen Brötchen − und löst Appetit aus. Leise Musik sorgt für konsumfreudige Entspannung. Weil das Gehirn lieber nach links als nach rechts steuert, sind auch die Gänge im Supermarkt nach diesem Bewegungsmuster angeordnet. Einkaufswagen sind extra groß. Damit der Korb nicht so leer wirkt, kaufen Kunden unbewusst mehr

Einkaufskorb

Einkaufskorb statt Plastiktüte: Es sind nur wenige Cent an der Kasse vom Supermarkt - doch wenn man bedenkt, wie oft man einkaufen geht, dann kommt bei den Kleinbeträgen für die Plastiktüten ganz schön was zusammen. Besser immer mit einem Einkaufskorb oder einer wiederverwendbaren Stofftasche losgehen. Tipp: Eine leichte Klappkiste ins Auto legen, dann hat man einen kostenlosen Transportbehälter immer dabei.

Kassenbon

Kontrollieren Sie den Kassenbon: Bei verbilligten Artikeln vom Wühltisch oder aktuellen Sonderangeboten kann es passieren, dass in der Supermarktkasse noch der reguläre Preis gespeichert ist. Merken Sie sich die ermäßigten Preise - an der Kasse zahlt sich's aus.


Veröffentlicht in Fernsehwoche
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