Joghurt - Ein gesundes Multitalent

joghurt ein gesundes multitalent

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10 Dinge: Joghurt

Joghurt ist leicht, lecker und ein gesundes Multitalent – er stärkt die Knochen, die Abwehrkräfte und fördert die Verdauung.

Fruchtjoghurt enthält oftmals jede Menge künstlicher Aromen.

Joghurt kommt ursprünglich aus Südosteuropa, wo er aus Ziegen-, Schafs- oder Büffelmilch hergestellt wurde. Heute verwendet man hauptsächlich Kuhmilch, die mit bestimmten Milchsäurebakterien versetzt und bei etwa 45 Grad Celsius zwei bis drei Stunden stehen gelassen wird. Dabei wandelt sich die enthaltene Laktose in Milchsäure um, die Milch gerinnt und wird dickflüssig.

Joghurt gibt es in unzähligen Varianten, in stichfester und in trinkfähiger Konsistenz sowie in verschiedenen Fettgehaltsstufen: Sahnejoghurt mit mindestens 10 Prozent Fett, Joghurt mit 1,5 Prozent Fett und Magerjoghurt mit 0,3 bis 0,1 Prozent Fett. Fruchtjoghurt enthält oftmals jede Menge künstlicher Aromen, Zucker und Farbstoffe statt frischer Früchte.

Mit etwa 75 Kalorien pro 100 g ist Joghurt relativ kalorienarm . Die fettarme Version ist nicht zwingend die bessere Wahl, denn um einen äquivalenten Geschmack zu garantieren, mischen die Hersteller meist ordentlich Zucker unter. So kann es sein, dass ein fettreduzierter Joghurt gleich viele Kalorien liefert wie ein Joghurt mit 3,5 Prozent Fett im Milchanteil.

Der hohe Kalziumgehalt im Joghurt ist ein weiterer Pluspunkt.

Joghurt punktet mit hochwertigem Eiweiß und wichtigen Mineralstoffen. Sein größtes Gesundheitsplus steckt aber in den (probiotischen) Milchsäurebakterien, welche die Darmflora gesund halten. Studien beweisen, dass sich diese Form der „Darmsanierung“ vor allem nach einer Antibiotikatherapie lohnt, um das Immunsystem wieder auf Trab zu bringen.

Am besten kann der Körper Joghurt mit rechtsdrehender Milchsäure verwerten, denn sie kommt auch natürlich im Körper vor. Damit sich die gesunden Bakterienstämme in Ihrem Darm ansiedeln, sollten Sie einer Joghurt-Marke (und damit auch einem Bakterienstamm) treu bleiben und täglich etwa 200 Gramm davon essen.

Der hohe Kalziumgehalt im Joghurt ist ein weiterer Pluspunkt: Das Mineral stärkt Knochen und Zähne, schützt vor Osteoporose und ist sogar in der Lage, die Fettverbrennung im Körper anzuheizen. Noch effektiver verbrennen Sie Kalorien, wenn Sie zu Produkten greifen, denen sättigende Ballaststoffe, etwa Getreide, zugefügt wurden.

Joghurt sollten Sie immer im Kühlschrank aufbewahren.

Anders als bei Milch ist der Milchzucker im Joghurt größtenteils zu Milchsäure vergoren. Deshalb wird Joghurt in kleinen Mengen auch von Menschen mit Laktose-Intoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) gut vertragen. Ansonsten ist laktose-freier Joghurt aus Soja-, Ziegen- oder Schafsmilch eine schmackhafte und gesunde Alternative.

Sie wünschen sich ein Baby? Dann sollten Sie regelmäßig Joghurt essen. Eine aktuelle Studie der Harvard School of Public Health fand heraus, dass der Genuss von Milchprodukten die Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich erhöhen kann.

Neueste Untersuchungen beweisen, dass Biomilch und daraus hergestellter Joghurt mehr gesündere Fette enthält. Diese ungesättigten Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und verringern somit das Risiko für Ablagerungen in den Blutgefäßen.

Joghurt sollten Sie immer im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält er sich in der Regel drei bis vier Wochen. Löffeln Sie Joghurt nicht direkt aus dem Glas oder Becher, wenn Sie ihn nicht vollständig aufessen. Sonst gelangen Keime aus dem Mund in den Joghurt und er verdirbt schneller.

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