K.o.-Tropfen: Neue Waffen gegen Vergewaltigungsdrogen

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Dank DrinkSavvy sollen sich Gläser und Strohhalme künftig rot verfärben, wenn man K.o.-Tropfen hineingießt.
Foto: SavvyTechnology / Facebook.com

Keine Chance für GHB, Rohypnol und Ketamine

Es ist die heimliche Angst, die bei jedem Discobesuch mitschwingt: Lässt man sein Glas unbeaufsichtigt stehen? Besser nicht. Im Zeitalter von K.o.-Tropfen ist das sicherer. Sicherer, weil weltweit viele sexuelle Übergriffe inzwischen auf das Konto von "Vergewaltigungsdrogen" gehen. GHB ("Liquid Ecstacy"), Rohypnol oder Kentamine werden gezielt eingesetzt, um Opfer zu narkotisieren.

K.o.-Tropfen sind geschmacklos, geruchsneutral und farblos. Wenn die Opfer wieder zu sich kommen und sich an nichts mehr erinnern, ist es bereits zu spät...

An amerikanischen Universitäten werden 90 Prozent von sexuellen Übergriffen auf Alkohol zurückgeführt. Seit den 90er Jahren haben sich zudem Vergewaltigungsdrogen daruntergemischt. Selbst ein Laie kann innerhalb von zehn Minuten K.o.-Tropfen herstellen.

Nun soll dies jedoch eine neue Erfindung verhindern. Michael Abramson, Gründer von DrinkSavvy , hat mit einer Fundraising-Kampagne 50.000 USD Startkapital gesammelt, um Plastikbecher und Strohhalme zu produzieren, die K.o.-Tropfen erkennen können. Sie färben sich dann rot ein.

"Warum mich das so beschäftigt? In den letzten drei Jahren wurden drei Freunde von mir und ich selbst unbewusst diesen Drogen ausgesetzt. Mit über einer Million Fälle, könnte auch jemand, der Ihnen nahe steht, in Kontakt mit Vergewaltigungsdrogen kommen", sagt Abramson.

Er hofft, dass die neuen Produkte künftig im Kampf gegen K.o.-Tropfen eingesetzt werden - zur Prävention und zur Aufklärung. Eine wichtige Entwicklung, die bald ebenso selbstverständlich Platz in der Handtasche finden könnte, wie Lippenstift oder Taschentücher. Vorerst werden die Gläser und Strohhalme wohl jedoch nur in den USA verfügbar sein.

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