Kann man zu viel trinken? Richtig trinken - so klappt's

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Nur wer ausreichend trinkt, hält seinen Organismus in Schwung.
Foto: RFF

Unser Körper braucht viel Flüssigkeit

Unser kompletter Stoffwechsel, vom Darm bis zum Gehirn, ist auf Wasser angewiesen. Trinken wir zu wenig, sind Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen die Folge.

Beim Thema Trinken gehen die Meinungen auseinander. Zwei Liter am Tag mindestens, schwören die einen und gehen nicht ohne Wasserflasche aus dem Haus. Totaler Quatsch, sagen die anderen und achten nicht weiter auf ihre Trinkmenge. Recht haben eher die Vieltrinker: 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und meint damit vor allem Wasser und andere ungesüßte Getränke. Nach Umfragen schaffen das gerade mal 50 Prozent der Bundesbürger. Vor allem in Stress-Situationen wird das regelmäßige Trinken schlicht vergessen.

Das Problem: Durst verspüren wir meist erst, wenn wir bereits leicht unterversorgt sind. Das ist in Ausnahmefällen nicht weiter schlimm. Doch trinken wir zu wenig, riskieren wir Konzentrationsstörungen, Kreislaufprobleme, Harnwegsinfektionen, Verstopfung, trockene Augen und andere Probleme. Besonders gefährdet sind Senioren, denn das Durstgefühl lässt mit zunehmendem Alter immer mehr nach. Bei ihnen ist Verwirrtheit nicht selten die Folge von Flüssigkeitsmangel.

Wasser ist für unseren Stoffwechsel enorm wichtig: Es reguliert, versorgt, entgiftet. Es löst Nährstoffe, bringt sie in jede einzelne Zelle. Viele Stoffwechsel-Abfälle können nur über die Nieren entsorgt werden, wenn sie in einer bestimmten Konzentration im Wasser gelöst sind, wenn also genug Flüssigkeit im Körper ist. Und ohne Wasser würde unser Körper überhitzen, jedes Fieber wäre tödlich. Nur mit genug Wasser funktioniert unsere Temperaturregulierung, nämlich das Schwitzen. Und unser Gehirn ist regelrecht wassersüchtig: Die Steuerzentrale besteht zu 80 Prozent daraus. Ohne Wasser könnte das Gehirn nichts regeln, wir könnten nicht denken. Wie wichtig eine ausreichende Trinkmenge ist, wird derzeit intensiv erforscht: Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit der Ent stehung von Darm- und Blasenkrebs. Auch Blut zuckerwerte und Cholesterinspiegel könnten davon beeinflusst sein.

Ganz wichtig: Regelmäßig und über den Tag verteilt, heißt die Devise, denn auf Vorrat trinken funktioniert nicht. Der Körper kann nur kleine Mengen verarbeiten, der Rest wird direkt ausgeschieden. Herz- und Nierenkranke sollten mit ihrem Arzt sprechen, wie viel Flüssigkeit sie brauchen, um ihre Organe nicht zu überlasten.

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