Katzen- vs. Hundesprache: Was will mir mein Liebling sagen?

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Trotz unterschiedlicher Sprachen können sie doch beste Freunde sein: Hunde und Katzen
Foto: Leveskocka / iStock

Schwanzwedeln heißt nicht bei beiden das gleiche...

Wir erklären den Unterschied zwischen Katzensprache und Hundesprache. Denn auch Haustiere wollen verstanden werden. Diese kleine Anleitung hilft...

Miau! Wuff! Wie gerne würden wir die Katzensprache oder die Hundesprache verstehen. Übersetzungsbücher gibt es leider noch keine. Dafür lässt sich vieles von ihrer Körpersprache ableiten - auch wenn sie von Herrchen oder Frauchen manchmal falsch gedeutet wird. Wir erklären die wichtigsten Signale von der Ohr- bis zur Schwanzspitze.

  • Schwanzwedeln ist nicht gleich Schwanzwedeln

Sowohl für Hund als auch die Katze ist der Schwanz der Taktstock der Seele. Für beide gilt: Wedeln signalisiert immer Erregung.

Schlägt beim Hund die Rute jedoch nach links aus, zeigt das negative Gefühle. Wedelt er dagegen nach rechts, ist er gut gelaunt, freut sich.

Bei Katzen macht das Tempo die Musik. Pendelt ihr Schwanz schnell hin und her, sollte man Abstand nehmen: Mieze ist genervt! Ein langsames Wedeln zeigt dagegen Entspannung , aber auch Neugier. Ein steil aufgerichteter Schwanz bedeutet dagegen für beide eine freudige Begrüßung. Ist er bei Katzen zusätzlich aber noch buschig, hat sie Angst.

  • Köpfeln und Blinzeln zeigen Zuneigung

Ihre Katze stupst Sie öfter mal mit dem Kopf an? Gut so! Das sogenannte Köpfeln bedeutet für sie so viel wie "Du gehörst zu mir". Dieser Liebesbeweis ist eine eindeutige Aufforderung zum Schmusen. Und das gilt übrigens auch für Hunde.

Ein weiteres wichtiges Signal ist das Blinzeln. Hunde möchten uns damit trösten, beschwichtigen: "Schau her, es ist alles in Ordnung." Katzen dagegen blinzeln aus Jux. Verglichen mit uns Menschen kommt ihr Augenzwinkern einem Lächeln gleich. "Lächeln" Sie beim nächsten Mal also einfach mal zurück.

  • Die verschiedenen Ohr-Haltungen

Der Spruch kommt nicht von ungefähr: Stehen die Ohren aufrecht, bedeutet das sowohl bei Hund als auch Katze, dass wir ihre Neugier geweckt haben, etwas für sie Interessantes passiert. Angst oder Aggression zeigen sie dagegen mit angelegten Ohren.

In der Katzen- und Hundesprache ist es am besten, wenn die Lauscher leicht nach vorne gerichtet sind (Katze) oder leicht herunterhängen (Hund). Damit signalisieren sie: "Wir sind gerade richtig schön entspannt."

  • Von Katzenbuckeln und Hunderücken

Die Katze buckelt? Dann besser Finger weg: Kratzalarm! Hunde machen zwar auch mal den Rücken krumm - aber nur, weil sie Angst haben.

Richtig gefragt ist Frauchen, wenn sich die Katze auf den Rücken rollt: Damit bittet sie zur Schmusestunde. Und wenn der Hund die Vorderpfoten ganz weit nach vorne streckt, bis der Brustkorb fast den Boden berührt, reckt er sich nicht aus Faulheit. Im Gegenteil: Er will jetzt spielen. Also schnell mal ein Bällchen suchen ...

  • So sieht Freude aus!

Ob sie uns vermisst hat? Katzen pflegen, sich dezent zu freuen. Ein Um-die-Beine-Streichen als "Guten Tag" ist da schon das Höchste der Gefühle.

Hunde dagegen springen, schlecken unser Gesicht ab. Oft ist das eine lieb gemeinte Geste. Aber Vorsicht: Größere Hunde wollen so auch ihre Dominanz zeigen. Dann sollte man es besser nicht tolerieren ...

  • Vorsicht! Das sollten Sie besser nicht tun

Für uns Menschen ist der intensive Augenkontakt ein Zeichen von Ehrlichkeit und gutem Benehmen . Tiere dagegen sehen einen längeren Blickkontakt als Drohung.

Insbesondere Katzen fühlen sich schnell unter Druck gesetzt, wenn man sie längere Zeit anschaut.

Hunde senken bei direktem Blickkontakt mit uns sogar ihren Blick. Sie wollen uns auf diese Weise signalisieren: "Du bist der Stärkere im Haus und ich respektiere, was du sagst!"

  • Hund oder Katze: Wer lässt sich besser erziehen?

Forscher des Max-Planck-Instituts in Leipzig fanden heraus, dass Hunde genauso lernfähig sind wie Kleinkinder. Demnach sind die Vierbeiner in der Lage, die Bedeutung unbekannter Wörter zu erraten und zu erlernen. Die Theorie, dass sie leichter zu erziehen sind als Katzen, stimmt also.

Im Gegensatz zum Hund haben Katzen einen eigenen Kopf und hören nicht auf ihre Besitzer. Das bewies nun auch eine Studie einer Universität in Japan. Denn: Die Samtpfoten zeigten zwar Reaktionen auf die Stimmen ihrer Besitzer, ignorierten jedoch deren Aufforderungen.

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