SeitensprungKein Sex mehr in der Ehe: Affäre wegen Sexverweigerung

Kien Sex mehr in der Ehe - das kann zu einer großen Belastung für die Liebe werden.
Kien Sex mehr in der Ehe - das kann zu einer großen Belastung für die Liebe werden.
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Inhalt
  1. Kein Sex mehr in der Ehe - ein Mann verzweifelt
  2. Am Anfang war das Sexleben noch erfüllend
  3. "Es fühlt sich an, als würde sie aufhören mich zu lieben"
  4. Kein Sex mehr in der Ehe - Tipps von der Treue-Expertin Therese Kersten

 

Kein Sex mehr in der Ehe - ein Mann verzweifelt

Kein Sex mehr in der Ehe - soll man seine eigenen Bedürfnisse nach sexueller Sehnsucht unterdrücken, um die Beziehung aufrecht zu erhalten oder gilt dies als Freifahrtschein zum Fremdgehen?

Treue-Expertin Therese Kersten hat einen Mann gefragt, wie er auf die Verweigerung der körperlichen Nähe seiner Partnerin reagiert hat und gibt Tipps, wie man damit umgehen kann, wenn es in der Ehe keinen Sex mehr gibt. 

 

Am Anfang war das Sexleben noch erfüllend

Robert und Lisa sind seit 12 Jahren ein Paar und er erinnert sich gerne an die Zeiten zurück, als ihr Sexleben noch erfüllend war. Doch bereits nach fünf gemeinsamen Jahren wurde der Sex immer weniger. Aus jeden zweiten Tag Sex wurde einmal wöchentlich und aus einmal wöchentlich alle zwei Wochen, bis zu dem Tag, an dem sie nur mehr einmal im Monat miteinander schliefen. Daran hat sich in den letzten sieben Jahren nichts geändert.

Roberts Versuche mit seiner Frau gemeinsam eine Lösung für ihr Problem zu finden scheitern immer wieder. Lisa lässt kein Gespräch zu, blockt ab und beendet das Thema mit dem Vorwurf, dass Robert nur an Sex denkt. Doch wie geht er nun damit um?

Therese Kersten: Lieber Robert, du hast mir gesagt, dass euer Sexleben nicht erfüllend für dich. Was unternimmst du, damit Lisa wieder mehr Lust bekommt?

Robert: Natürlich respektiere ich es, dass meine Frau nicht mehr die Lust verspürt, wie es einmal war. Doch mir fällt es schwer zu verstehen, welche Gründe sie dafür hat. Ihr Vorwurf, dass ich nur an Sex denke, scheint mir da doch ein wenig zu einfach zu sein und ich sehe so keinen Weg, wie wir das Problem lösen könnten. Meine Versuche ihr zu zeigen, wie schön es sein kann, miteinander zu schlafen, indem ich ihren Rücken streichele, ihr durch die Haare greife oder ihre Schultern küsse, enden mit einem klaren „Nein!“. Trotzdem habe ich bisher nicht aufgegeben und versuche immer wieder mein Glück.

 

"Es fühlt sich an, als würde sie aufhören mich zu lieben"

Wie fühlt es sich an, wenn man immer wieder zurückgewiesen wird? Verliert man da nicht selbst auch die Lust?

Robert: Jede Zurückweisung meiner Frau ist frustrierend für mich und ich verspüre oft das Gefühl der Verlassenheit. Es fühlt sich an, als würde sie aufhören mich zu lieben. Das macht mich traurig und wütend zugleich und ich kämpfe dagegen an, indem ich immer wieder versuche, dass wir miteinander schlafen. Trotz Frustration habe ich meine Lust nicht verloren, denn es gibt ja auch die seltenen Momente, in denen sie mich nicht zurückweist.

Würdest du sagen, dass dieses Thema eure Beziehung belastet? Haben sich dadurch deine Gefühle zu ihr verändert?

Robert: Natürlich belastet es unsere Beziehung. Jedes Mal, wenn ich das Thema anspreche, endet es in einer Diskussion und sie entzieht sich der Situation, indem sie im Wohnzimmer schläft. Wenn ich versuche, sie zu berühren fühlt sie sich sofort attackiert und wirft mir vor, dass ich nur an Sex denke. Im Grunde wissen wir beide, dass es unsere Beziehung belastet, aber meine Gefühle haben sich dadurch nicht geändert. Ich liebe sie nach wie vor.

Denkst du manchmal darüber nach deine sexuelle Lust anderweitig zu befriedigen?

Robert: In der Vergangenheit habe ich leider den Fehler gemacht, dass ich nicht nur darüber nachgedacht habe, wie es wäre mit anderen Frauen zu schlafen. Ich habe auch mit anderen Frauen Sex gehabt und meine Frau betrogen. Ich wollte meine Frau bestrafen und mich an ihr rächen. Mir wurde erst kurz vor der Geburt unserer ersten Tochter vor vier Jahren klar, dass das ein riesiger Fehler ist. Seitdem denke ich nicht mehr darüber nach, wie es wäre mit anderen Frauen zu schlafen, geschweige denn, dass ich meine Frau noch einmal betrügen würde.

 

Therese Kersten: Du bist bereits fremdgegangen und sagst, dass du deine Frau nicht noch einmal betrügen würdest. Fällt es dir schwer treu zu sein?

Robert: Ich muss zugeben, dass es sehr schwer ist treu zu sein. Ich weiß, dass ich die Möglichkeit habe fremdzugehen und kenne das Gefühl nur zu gut, wie es sich anfühlt. Verschiedene Frauen, mit den unterschiedlichsten Wünschen, Fantasien und Körpern. Natürlich verlockt das, da es immer wieder ein neues Erlebnis ist. Doch mittlerweile weiß ich, dass ich mit mir selbst nicht zufrieden war und kein Selbstvertrauen hatte, da meine Frau es mir durch ihre Zurückweisung genommen hat. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich war einfach zu schwach.

Gibt es dir ein gutes Gefühl, dass du nun sagen kannst, dass es keine Alternative mehr ist Sex mit anderen Frauen zu haben und treu zu sein?

Robert: Ich bin sehr stolz darauf, dass ich nun treu bin und versuche unserem Problem nicht mehr zu entkommen, indem ich fremdgehe. Ich muss an der Beziehung arbeiten und daran, dass Lisa eines Tages wieder öfters mit mir schlafen möchte. Und selbst wenn sie irgendwann überhaupt nicht mehr mit mir schlafen möchte, dann werde ich unsere Beziehung nicht aufgeben. Ich habe eine wundervolle Frau und wundervolle Kinder. Das Gefühl, dass meine Kinder mit uns gemeinsam einschlafen, ich sie in die Arme nehme und Lisa ansehe ist einfach unvergleichlich mit einem Gefühl des kurzen Vergnügens. Und mittlerweile ist es ein tolles Gefühl treu zu sein, denn es ist in der heutigen Zeit eines der schwierigsten Dinge überhaupt - treu zu sein und zu bleiben.

 

Geht er oder sie fremd? Die schöne Agenturchefin Therese Kersten findet es mit ihren Treuetestern heraus.
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Foto: Silvia Weiss

 

Kein Sex mehr in der Ehe - Tipps von der Treue-Expertin Therese Kersten

 

  • Zunächst sollte in einem Gespräch mit dem Partner geklärt werden, wieso keine Lust vorhanden ist. Die Gründe hierfür können unterschiedlich sein, angefangen von gesundheitlichen Problemen wie Libidoverlust, bis hin zu ästhetischen Problemen, wie z.B. dass der Partner sich selbst nicht attraktiv findet oder man selbst unattraktiv für den Partner geworden ist.
  • Möglich ist auch die Konstellation, dass man selbst fremdgegangen ist und der Partner in seiner Fantasie immer wieder das Bild vor Augen hat oder ein Gefühl von Ekel verspürt.
  • In jedem Fall muss klar definiert werden, was ist das Problem, damit man im nächsten Schritt gemeinsam oder jeder eigenständig eine Lösung findet.
  • Des Weiteren muss man sich selbst die Frage stellen, wie wichtig ist Sex in der Beziehung und ob man darauf verzichten kann und will.
  • Sollte es unverzichtbar sein, so löst man das Problem innerhalb der Beziehung, soweit es möglich ist; man trennt sich oder man findet innerhalb der Beziehung eine Vereinbarung, dass Sex außerhalb der Beziehung toleriert wird.

Wichtig ist, dass man ehrlich mit dem Thema umgeht, denn nur so ist es möglich eine Lösung zu finden.

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