Keine Konzentration: Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt drastisch

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Was durcheinander gebracht? Etwas vergessen? Das kann passieren, wenn man sich nicht mehr konzentrieren kann
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Unsere durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist inzwischen niedriger als die von Goldfischen

Eine neue Studie beweist es: Unsere durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist inzwischen niedriger als die von Goldfischen! Woher kommt es, dass wir uns nicht mehr konzentrieren können?

Erinnern Sie sich noch an Dorie aus "Findet Nemo"? Die Palettendoktorfisch-Dame leidet an einem miserablen Kurzzeitgedächtnis und eine niedrige Aufmerksamkeitsspanne. Sie ist amüsant, keine Frage. Aber so wie sie werden will wohl keiner!

Leider geht der Trend, einer neuen Studie zufolge, aber genau da hin: unsere Aufmerksamkeitsspanne wird immer niedriger.

Die Studie, die im Auftrag der Microsoft Corporation in Kanada durchgeführt wurde, untersuchte über 2.000 Testpersonen, u.a. auch unter Zuhilfenahme von EEGs.

Während die gleiche Untersuchung im Jahr 2000 noch eine durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von 12 Sekunden bei den Probanden ergab, ergab sie jetzt nur noch eine kurze Konzentrationsfähigkeit von gerademal 8 Sekunden.

Das ist eine Sekunde weniger als die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Goldfischen!

Woher kommt die mangelnde Konzentration?

Die Studie sagt, dass vor allem Multi-Screeners (also Menschen, die zum Beispiel mit ihrem Smartphone spielen oder schreiben, während gleichzeitig der Fernseher läuft) mehr und mehr die Fähigkeit dazu verlieren, unwichtige Dinge aus ihrem Umfeld zu filtern. Sie lassen sich leichter ablenken.

Die Wissenschaftler sehen die "Schuld" für diesen Trend also bei der Weiterentwicklung der Medien. Vor allem durch das mobile Internet werden wir stets und überall mit Informationen bombardiert. Das Gehirn reagiert auf diese Informationsflut mit einer verkürzten Aufmerksamkeitsspanne - so dass es in kürzerer Zeit mehr (zumindest oberflächlich) aufnehmen kann.

Ein positiver Nebeneffekt: Die Fähigkeit zum Multitasking hat sich dafür in den letzten Jahren verbessert. Wir reagieren flexibler, können schneller von einer Aufgabe zur nächsten umswitchen.

Das wollen Sie nicht so auf sich sitzen lassen? 10 Tipps für eine bessere Konzentration:

  • Stille Fragen: Ihr Gegenüber langweilt Sie mit einem Thema? Formulieren Sie im Kopf Fragen wie z. B. "Was ist das Fazit dieses Monologs?" Das weitere Zuhören fällt dann gleich viel leichter.

  • Blick auf die Füße: Wenn Ihre Konzentration abschweift, fixieren Sie Ihre Füße und stellen Sie sich vor, sie seien wie ein Baum mit dem Boden verwurzelt. Sie werden sich gleich präsenter fühlen!

  • Papageien-Trick: Geht es um einen komplizierten Sachverhalt, fassen Sie diesen kurz mit eigenen Worten zusammen - das hilft, ihn tatsächlich zu verstehen.

  • Ab nach draußen: Steht ein wichtiges Gespräch an, gehen Sie am besten draußen spazieren. Durch die gemeinsame Blickrichtung spricht man eher mit- statt gegeneinander.

  • Power-Napping: Ein 15-minütiger Mittagsschlaf verdoppelt die Konzentration, so aktuelle Studien.

  • Fischöl-Kapseln: 1 g Omega-3-Fettsäuren täglich fördern die Kommunikation der Gehirn-Zellen.

  • Pausen: Sitzen stört die Atmung, die Gehirn-Leistung lässt nach. Stündlich 5 Minuten aufstehen.

  • Voll auf Empfang: Eliminieren Sie alle Störquellen: Tür zu, Handy und Telefone aus. Und verbannen Sie sämtliche Dinge aus Ihrem Blickfeld, die Sie ablenken könnten.

  • 2-3 Liter trinken: Wassermangel beeinträchtigt die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gehirns.

  • Walnüsse: Die einzigartige Nährstoff-Kombination wirkt wie Doping auf unser Gehirn.

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