"Keine Zeit mehr für sie": 4-Jährige auf Facebook zur Adoption angeboten

kind facebook adoption
"Sorry, Mama und Papa haben leider keine Zeit mehr für dich."
Foto: ArtisticCaptures / iStock

Die Polizei ermittelt gegen eine Familie, die ihre 4-jährige Tochter auf Facebook angeboten hat

Kinder sind eine Entscheidung fürs Leben. Doch diese Familie sieht das anders: Weil sie "keine Zeit mehr" für ihre 4-jährige Tochter hat, bietet sie sie bei Facebook zur Adoption an.

"Man wird doch wohl mal fragen dürfen"...

Die 24-jährige US-Amerikanerin Mallory Donarth hat eine Frage zu viel bei Facebook gestellt. Sie postete in der Gruppe "DBQ Mamas", einer Facebook-Gruppe für Mütter aus Dubuque in Iowa, folgenden Text:

"Ich brauche Hilfe. Kennt eine von Euch eine Familie, die ein 4-jähriges Mädchen adoptieren möchte? Meine Eltern haben sie adoptiert, aber haben jetzt neue Jobs und keine Zeit mehr für sie. Ich habe selber 3 Kinder und kann sie nicht aufnehmen. Bitte nur ernste Anfragen."

Sollte man nicht meinen, dass die Adoption eines Kindes ein Leben lang hält? Diese Familie scheint nicht so zu denken. Die junge Frau bietet ihre kleine Schwester zur Adoption an!

Die anderen Mütter reagieren sofort und verständigen die Polizei. Wie Lieutenant Scott Baxter von der Polizei Dubuque gegenüber kwwl.com bestätigt, gingen gleich mehrere Anrufe zu diesem Facebook-Post in seiner Polizeidienststelle ein. Darum gab er einem Kollegen den Fall.

Als dieser Kollege Mallory befragt, fällt diese aus allen Wolken. Baxter berichtet, Mallory habe gesagt, sie hätte nie vorgehabt, ihre 4-jährige Schwester zu verkaufen oder wegzugeben. Sie könne das ja nicht einmal legal tun, denn es ist ja nicht ihr eigenes Kind. Sie wollte sich einfach nur über Hilfe von Adoptions-Agenturen informieren.

Nach dem Besuch der Polizei schrieb Mallory gleich den nächsten Post in die Gruppe:

"Lasst es mich anders ausdrücken. Ich verkaufe kein Kind, das war nur, um Hilfe rund um Adoptions-Möglichkeiten zu finden. Die Polizei zu rufen war albern. Sie ist in Sicherheit und es geht ihr gut. Also danke für Eure Hilfe."

Uns bleibt nur zu hoffen, dass für das kleine Mädchen ein Zuhause gefunden wird, in dem es wirklich willkommen ist.

Die Polizei ermittelt auf jeden Fall weiter.

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