Kindergarten: 10 Tipps für die schnelle Eingewöhnung

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Zehn Tipps dafür, damit Ihr Kind auch so glücklich im Kindergarten ist, wie diese Kleinen.
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Keine Angst vorm Kindergarten

Die ersten Wochen im Kindergarten können eine echte Herausforderung für Kinder und Eltern sein. Unsere 10 Tipps helfen bei der Eingewöhnung.

Wenn der erste Tag in Kindergarten immer näher rückt, sind nicht nur die lieben Kleinen, sondern auch die Eltern nervös. Für viele Mütter und Väter und auch für ihre Kinder ist es häufig das erste Mal, dass sie länger voneinander getrennt sind. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Sie den Abnabelungsprozess für sich selbst als Elternteil wie auch für Ihr Kind einfacher und entspannter gestalten können.

1. Tipp: Gewöhnen Sie Ihr Kind an Ihre Abwesenheit

Dass soll natürlich nicht bedeuten, dass Sie Ihr Kind ab und zu einmal alleine zu Hause lassen. Gewöhnen Sie Ihr Kind viel mehr daran, dass es nicht immer nur Mama und Papa sein müssen, die auf es aufpassen. Vielleicht möchten die Großeltern einmal auf ihr Enkelkind aufpassen oder die Patentante kümmert sich mal einen Nachmittag um Ihren kleinen Fratz. Es finden sich bestimmt genug Gelegenheiten, um Ihr Kind daran zu gewöhnen, dass Sie selbst nicht immer anwesend sein können. Ein Vorteil: So haben Sie auch mal wieder etwas mehr Zeit für sich selbst.

2. Tipp: Erzählen Sie Ihrem Kind vom Kindergarten

Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Kind darüber, was ein Kindergarten überhaupt ist und was es dort machen kann. Außerdem sollten Sie Ihrem Kind erklären, warum es in den Kindergarten geht. Schließlich wollen Sie nicht, dass sich Ihr Kind in den ersten Tagen und Wochen im Kindergarten verlassen fühlt. Es geht doch darum, dass es neue Eindrücke gewinnt, Erfahrungen sammelt und viele neue Freunde findet.

3. Tipp: Vereinbaren Sie einen Schnuppertag

In den meisten Kindergärten ist es üblich, erst einmal einen Schnuppertag zu vereinbaren. So können sich Kind und Eltern ein Bild von der Einrichtung machen. An diesem Kennenlerntag kann Ihr Kind sich nicht nur den Kindergarten an sich genauer angucken, sondern auch schon erste Kontakte mit zukünftigen Spielgefährten und Erziehern knüpfen. Wichtig ist auch ein Gespräch mit den Erziehern, damit diese über die Eigenheiten des Kindes wie zum Beispiel Allergien oder bestimmte hervorstechende Charaktereigenschaften im Bilde sind.

4. Tipp: Als Elternteil Sicherheit ausstrahlen

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es etwas Schönes und ganz Normales ist, in seinem Alter in den Kindergarten zu gehen. Vermitteln Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass das auch für Sie ganz normal ist. Auch, wenn Ihnen die ersten Tage der Trennung nicht so leicht fallen sollten. Denn je unsicherer sich Erwachsene nach außen hin geben, umso schneller merken es die Kinder. Dann tendieren sie dazu, die Haltung ihrer Eltern zu übernehmen.

5. Tipp: Erzieher immer miteinbeziehen

Sobald die Eltern den Kindergarten verlassen, übergeben Sie Verantwortung an die Erzieher, die einen Großteil des Tages mit ihrem Kind zusammen sein werden. Für Sie als Elternteil ist darum wichtig, dass Sie den Personen vertrauen, die Ihr Kind betreuen. Es ist wichtig, sich von Zeit zu Zeit mit den Erziehern auszutauschen, um zu erfahren, wie sich das Kind im Kindergarten verhält und welche anderen Beobachtungen die Betreuer machen. Nur so bleiben Sie immer über den aktuellen Stand informiert. Gerade in der Kindergarten-Eingewöhnungszeit ist dies sehr wichtig, um Ihrem Kind den Einstieg in den Kindergartenalltag zu erleichtern.

6. Tipp: Eltern sollten sich aktiv an der Eingewöhnung des Kindes beteiligen

Ihr Kind möchte sich in den ersten Tagen noch nicht von Ihnen trennen? Dann begleiten Sie es einfach in den Kindergarten. Am Anfang können Sie einfach ein paar Stunden gemeinsam mit Ihrem Kind im Kindergarten verbringen. Die gemeinsame Zeit wird dann immer weiter reduziert, bis Ihr Kind schließlich den ganzen Vormittag alleine im Kindergarten verbringt.

7. Tipp: Dem Kind Zeit gönnen

Wie lange die Kindergarten-Eingewöhnung dauert, ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Versuchen Sie nicht Ihr Kind zu etwas zu drängen, zu dem es noch nicht bereit ist. Wenn das Kind Mutter oder Vater deutlich signalisiert, dass es nicht alleine im Kindergarten bleiben möchte, dann sollte es das auch nicht müssen.

8. Tipp: Wählen Sie die richtigen Worte

Mit Sätzen wie "Du musst heute in den Kindergarten" vermitteln Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es gezwungen wird. Eltern sollten dagegen darauf achten, dass Sie Äußerungen, die den Kindergarten betreffen, positiv formulieren. Besser wäre zum Beispiel der Satz: "Heute darfst Du in den Kindergarten, um mit deinen neuen Freunden zu spielen." Auch emotionale Abschiedszenen sollten Sie vermeiden. Die könnten Ihr Kind zusätzlich verunsichern.

9. Tipp: Das Kind darf mitentscheiden

Neue Brotdose? Ein cooler Rucksack für den Kindergarten? Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden. So kann es sich schon vorher auf seinen ersten Tag im Kindergarten freuen, wenn es all die neuen Sachen endlich zeigen und ausführen darf.

10. Tipp: Kindergarten freie Tage erst nach der Eingewöhnung

Wenn Sie nicht berufstätig sind und Ihr Kind einmal partout nicht in den Kindergarten gehen möchte, dann lassen Sie es ruhig zuhause bleiben und den Tag mit Ihnen verbringen. So fühlt sich Ihr Kind verstanden und nicht gezwungen, in den Kindergarten zu gehen. In der Eingewöhnungsphase ist es allerdings keine gute Idee, das Kind zuhause bleiben zu lassen. So wird der Prozess der Abnabelung noch zusätzlich erschwert.

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