Kinesiologie: Selbstheilung durch Berühren

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Durch das Berühren der richtigen Stellen können wir uns - nach der Kinesiologie - selbst heilen
Foto: Corbis

Kinesiologie: Jeder Körper speichert die Geschichte seines Lebens in den Muskeln. Diese Heilmethode kann Körper, Geist und Seele wieder in Balance bringen.

Unser Körper lügt nicht, so lautet das Leitmotiv der angewandten Kinesiologie (Griechisch für "Lehre der Bewegung"). Basis dieser ganzheitlichen Heilmethode ist die Traditionelle Chinesische Medizin und ihre Lehre von den Meridianen, jenen Energiebahnen, die den gesamten Körper durchziehen.

Akupunktur ohne Nadeln: Finde Deine Energie-Balance

Diese 12 Übungen aus der Kinesiologie helfen uns, Alltagsstress abzubauen, unsere Mitte zu finden und unsere Energie wieder frei fließen zu lassen.

Durch sanftes Klopfen, Massieren und Berühren von Reflexpunkten können wir die Spannung lösen - und uns von Beschwerden befreien.

1. Kinesiologie-Übung: Augenklopfen bringt Gelassenheit

Ärger und Eifersucht blockieren die Energie im Dreifachen Erwärmer - einem Meridian, der ausgleichend und beruhigend wirkt.

Diese Übung löst die Blockade: Mit den Mittelfingern sanft am äußeren Enden der Augenbrauen klopfen. Dabei rollen wir unsere Augen langsam nach oben und einmal nach unten. Das Augenkreisen aktiviert das Gehirn und ermöglicht, von emotionalem Stress Abstand zu gewinnen.

2. Kinesiologie-Übung: Klaren Kopf behalten

Wer zu Sorgen und ständigen Grübeleien neigt, kann mit dieser zentralen Übung aus der Kinesiologie einen klaren Kopf bekommen: Eine Hand auf die Stirn legen, die andere hält den Hinterkopf. Tief ein- und ausatmen. Durch das Berühren der Stirnbeinhöcker wird die Durchblutung im vorderen Hirnbereich verbessert, der für bewusstes Handeln zuständig ist. Wir können die alten Gedankenschleifen verlassen - und entspannen.

3. Kinesiologie-Übung: Gedankenkraft

Haben wir zu wenig Selbstvertrauen , können wir unser Gehirn darauf programmieren, positiv zu denken.

Dabei formulieren wir unser Ziel, wie z. B. "Ich bin selbstbewusst." Wir sprechen die persönliche Affirmation mehrfach laut aus. Dazu legen wir die Hände seitlich an den Kopf, klopfen mit den Fingerspitzen rund um die Ohren.

4. Kinesiologie-Übung: Denkmütze schärft unsere Konzentration

Unsere Gedanken schweifen ab, die Konzentration schwindet? Die Denkmütze stimuliert über 400 Energiepunkte am Außenohr, die mit wichtigen Gehirnfunktionen in enger Verbindung stehen: Sanft mit Daumen und Zeigefinger Ohrmuschelränder von oben nach unten massieren, bis sie sich angenehm warm anfühlen. Das erhöht unsere Aufnahmefähigkeit. Bei Kindern steigert das Reiben der Ohrmuscheln vor allem die Lernfähigkeit.

5. Kinesiologie-Übung: Heisshunger-Stress ausschalten

Stress schlägt uns oft auf den Magen: Entweder vergeht uns der Appetit - oder wir bekommen Heißhunger .

Bevor wir aber der Verlockung von Gummibärchen und Schokolade erliegen, sollten wir in uns hineinhorchen: Haben wir tatsächlich Hunger? Oder fühlen wir uns gestresst, einsam und nervös?

So bringen wir uns emotional ins Gleichgewicht: Mit beiden Mittelfingern den Punkt in der Mitte unter den Augen klopfen - so lange, bis wir den Heißhunger nicht mehr spüren.

6. Kinesiologie-Übung: Kopfschmerz wegmassieren

Bei Spannungskopfschmerzen bringt folgende Übung Linderung: Wir massieren die Energiepunkte am Hinterkopf. Diese befinden sich zu beiden Seiten der obersten zwei Halswirbel unterhalb des Schädels. Dabei den Druck von sanft bis mittel steigern und so lange massieren, bis der Schmerz sich löst und die Entspannung einsetzt.

7. Kinesiologie-Übung: Der Elefant stärkt unsere innere Stimme

Der Elefant erhöht die Aufmerksamkeit, fördert das Hörverständnis und verbessert die Haltung: Aufrecht hinstellen. Rechten Arm zur Seite strecken - er ist unser Rüssel. Daumen zeigt nach oben. Wir legen unser rechtes Ohr auf die rechte Schulter. Der Blick geht zur Hand. Nun beginnen wir, mit dem Daumen liegende Achten in die Luft zu malen. Zehnmal, dann Seitenwechsel. Die Übung hilft uns dabei, auf unsere innere Stimme zu achten.

8. Kinesiologie-Übung: Wecke deine Lebensenergie

Die Thymusdrüse steuert die gesamte Lebensenergie im Körper. Wer sie stimuliert, sorgt für ein hohes Energielevel und stärkt die Immunabwehr.

Wir klopfen 30 Sekunden lang im regelmäßigen Takt mit einer Hand auf den oberen Teil des Brustbeins. Die Energiezentrale sitzt ca. vier Finger breit unterhalb der Halskuhle. Bald werden wir tief Luft holen müssen - ein Zeichen körperlicher Entspannung! Die energetisierende Wirkung hält bis zu zwei Stunden an.

9. Kinesiologie-Übung: Eule lockert den Nacken

Stress und negative Emotionen sitzen uns buchstäblich im Nacken und führen zu Verspannungen.

Der Eulen-Griff entspannt: Gerade hinsetzen und den oberen Teil des linken Schultermuskels mit rechter Hand berühren. Einatmen, ausatmen und Kopf über rechte Schulter drehen. Einatmen, Kopf zur Mitte zurück, ausatmen, Kinn auf die Brust, einatmen, Kopf wieder heben. Dreimal wiederholen, dann Seite wechseln.

Die Eule verbessert den Energiefluss sowie die Blutzirkulation im Gehirn und löst Verspannungen in der Schulter- und Nackenmuskulatur.

10. Kinesiologie-Übung: Magisches Dreieck löst Ängste

Bei Angstzuständen sorgt das magische Dreieck für Entspannung: Wir setzen uns bequem hin, schließen die Augen und klopfen mindestens zehn Sekunden lang sanft mit den Zeigefingern die Punkte in den inneren Augenwinkeln (Blasenpunkt). Akute Spannungen lösen sich, Angst wird abgebaut, und wir finden unsere innere Balance.

11. Kinesiologie-Übung: Fingerentspannung

Lustlos und erschöpft? Eine simple Fingermassage aktiviert unseren Energiefluss. Denn in den Nagelwinkeln sitzen die Anfangs- und Endpunkte vieler Energiebahnen.

Um diese Meridiane zu stimulieren, massieren wir sanft kreisend den Daumen der linken Hand mit dem Daumen der rechten Hand. Danach bearbeiten wir nacheinander alle Finger. Mit der anderen Hand wiederholen.

12. Kinesiologie-Übung: Finde deine Balance

Hook-ups (Balance-Übungen) sorgen für schnelle Entspannung und Konzentration: Wir setzen uns hin, kreuzen den rechten Fuß über dem linken. Arme nach vorne ausstrecken, das rechte Handgelenk über das linke legen und die Finger verschränken. Tief atmen und entspannen - 1 Minute lang. Wir mobilisieren neue Kräfte und finden in Stresssituationen unsere Mitte wieder.

Text: Vera Bajic

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