„Kirsten ist meine Traumfrau!“

kirsten ist meine traumfrau
Hollywoods Newcomer Garrett Hedlund
Foto: Getty Images

Garrett Hedlund im Interview

Newcomer Garrett Hedlund reiste für den Film „On The Road“ um die ganze Welt – und verliebte sich dabei in seine Kollegin Kirsten Dunst.

Blonder Beau mit schwedischen Wurzeln

JOY: Sie spielen in der Kinoadaption von Jack Kerouacs berühmtem Kultroman „On The Road“ die Hauptrolle. Wie haben Sie reagiert, als Sie erfuhren, dass Sie diesen heiß begehrten Part bekommen?

Garrett Hedlund: Diesen Tag werde ich nie vergessen! Bereits im Mai 2007 sprach ich für den Film vor. An meinem 23. Geburtstag am 3. September war ich dann auf dem Weg nach L. A., nachdem ich in New York die Premiere meines Thrillers „Death Sentence – Todesurteil“ besucht hatte. Ich musste in Chicago zwischenlanden, war erkältet und fühlte mich miserabel.

Während des Stops rief mein Vater an und sang mir ein „Happy Birthday“-Ständchen. Danach fühlte ich mich schon besser. Am Gate erreichte mich dann die Nachricht, dass ich die Rolle in „On the Road“ bekommen habe. Den ganzen Flug von Chicago nach L. A. strahlte ich von einem Ohr zum anderen. Am Ziel angekommen erfuhr ich, dass mein Vater kurz nach unserem Telefonat einen Herzinfarkt erlitten hatte. Diese 24 Stunden waren eine einzige Berg- und Talfahrt.

Wie ging es weiter?

Mein Vater überlebte den Herzinfarkt zum Glück und ich hatte die Rolle, aber die Dreharbeiten begannen erst 2010, weil die Finanzierung nicht stand. Passenderweise war auch ich pleite. Doch die Wartezeit zahlte sich aus, denn die Dreharbeiten entpuppten sich als Trip meines Lebens! Wir filmten auf der ganzen Welt von Montreal bis Argentinien, Chile, New Orleans, Arizona, Mexiko und San Francisco. Die letzte Klappe fiel an meinem 26. Geburtstag . Ich war also quasi drei Jahre mit diesem Film beschäftigt.

Verliebt in Kirsten Dunst

Ihre Ausdauer hat sich ja doppelt gelohnt. Am Set lernten Sie Ihre Kollegin Kirsten Dunst kennen und lieben. Wie passierte es?

Die Dreharbeiten schweißten uns unglaublich zusammen. Meine Co-Stars waren sechs Monate lang meine Familie. Das ist natürlich bei fast jedem Film der Fall und nach einem Monat kommt dann das nächste Projekt samt neuer Crew-Familie. Aber die Beziehung zwischen Kirsten und mir war von anderer Qualität.

In dem Musikfilm „Country Strong“ sagte Ihr Co-Star Gwyneth Paltrow , „Ruhm und Liebe können nicht koexistieren“. Stimmen Sie zu?

Als ich 2010 das Drehbuch las, stellte ich mir diese Frage auch sofort. Ich hoffe doch, dass man in Hollywood Karriere machen und trotzdem mit seiner Traumfrau glücklich sein kann. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich die Liebe hundertprozentig vorziehen!

Wie kam Ihre Karriere überhaupt ins Rollen?

Als Kind hätte mir wohl niemand eine Hollywood-Karriere prophezeit. Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich zwei Jahre alt war, und ich wuchs mit meinem Bruder Nathaniel und meiner Schwester Amanda bei meinem Vater auf einer Farm in Minnesota auf – zwei Autostunden weit weg von der nächsten Ortschaft Wannaska, einem Dorf mit nur zwei Ampeln.

Unsere Nachbarn wohnten drei Meilen entfernt. Meine Geschwister und ich saßen als Erste im Schulbus und stiegen als Letzte wieder aus – die Fahrt dauerte ewig. Nach der Schule schwang ich mich meistens sofort auf den Traktor, denn Feldarbeit, Heuernte sowie Kühe, Schweine und Truthähne füttern gehörten damals zu meinen täglichen Pflichten.

Zusammenarbeit mit Brad Pitt

Welchen Einfluss hatte diese einsame Kindheit auf Sie?

Ich entwickelte eine sehr lebhafte Fantasie und hatte sogar imaginäre Freunde (lacht). Spannende Bücher und Filme faszinierten mich schon immer. Mit 14 Jahren zog ich zu meiner Mutter nach Phoenix – mit Hollywood in greifbarer Nähe: nur anderthalb Flugstunden entfernt.

Drei Jahre flog ich regelmäßig für Vorstellungsgespräche nach Hollywood und ging am nächsten Tag wieder in Phoenix zur Schule. Ich kellnerte und investierte mein gesamtes Gehalt in einen Schauspiel-Coach.

Wann hatten Sie beim Casting das erste Mal Erfolg?

2004 für „Troja“. Ich spielte den Cousin von Brad Pitts Filmfigur Achilles. Während meine Freunde den Schulabschluss feierten, saß ich mit 18 auf Malta und drehte meinen ersten Film – und gleich eine riesige Hollywood-Produktion.

Wie war Brad Pitt zu Ihnen?

Sehr nett. Er sagte mir, wie viel Glück ich mit meinem Schauspieldebüt hätte, weil nur wenige Filme so aufwändig seien. Nach dem großen Erfolg von „Troja“ wurde mir prophezeit, ich sei der nächste Steve McQueen oder Robert Redford. Tatsächlich saß ich aber auf meiner Couch in Hollywood und wartete neben einem stummen Telefon auf Angebote. Dieses Sofa besitze ich heute noch (lacht). Es soll mich immer daran erinnern, dass man sich Erfolg hart erarbeiten muss und einem nichts geschenkt wird!

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