Klein, bunt und lustig

klein bunt und lustig
Manchmal praktisch, manchmal unhandlich: Bevor man den ganzen Kofferraum aufmachen kann, muss man erstmal die Heckklappe öffnen.

Kleine Stadt-Autos im Redaktions-Test

Als die Zusage zum Smart-Test per E-Mail in mein elektronisches Postfach flatterte, war meine Freude groß. Versprach ich mir doch mit „meinem“ Smart eine bislang ungeahnte Dimension von Fahrspaß ...

Ein kleiner Zwerg trotzt dem Hagel ...

Optik: In Rot-Schwarz steht „Smartie“ (so nenne ich meinen Testwagen) vor dem Verlag und wartet darauf, dass ich ihn aufschließe, starte und mit ihm die Straßen unsicher mache. Die Tür fühlt sich kompakt an, mit einem hellen Peng saust sie ins Schloss. Kein Wunder, die Karosserieverkleidung ist größtenteils aus Plastik.

Das lässt mich zunächst stutzen und an ein tuckerndes Fahrzeug namens Trabbi denken. Doch unsere Praktikantin, eine begeisterte Smart-Fahrerin, klärt mich auf: Wenn da mal was kaputt ist, muss man nicht aufwendig ausbeulen oder groß in die Werkstatt. Man lässt einfach ein neues Plastikteil hinklicken, fertig! Und außerdem muss ich so keine Angst vor den angekündigten Hagelschauern haben. Das wiederum find’ ich bei den derzeitigen Wetterkapriolen wirklich prima!

Außen mini, innen maxi

Wohlfühlen: Ich sitze erhöht und komfortabel am Lenkrad, was mir trotz der Mini-Länge von genau 2,69 Metern ein Gefühl von Sicherheit gibt. Auch mein 1,90-Meter-Beifahrer fühlt sich gut und klagt nicht über mangelnde Beinfreiheit. Die Ausstattung ist spartanisch, aber vollkommen ausreichend. Lediglich der Haltegriff über der Beifahrertüre wird von all meinen Mitfahrern sofort schmerzlich vermisst.

Eine Überraschung hält der Kofferraum parat: Ein Wasserkasten, eine Einkaufsbox und eine große Tasche passen locker hinein. Schade nur die etwas unpraktische Handhabung. Um den Kofferraum ganz aufzuklappen, benötigt man beide Hände: Nur so lassen sich die Öffnungshaken rechts und links bedienen. Das ist lästig.

Das Innendesign ist recht schlicht, trotzdem vermisse ich eigentlich nichts. Die Klimaanlage kann ich bequem mit einem Schieber regulieren, das Gebläse ebenfalls. Witziger Hingucker: Zwei Kugeln am Armaturenbrett zeigen mir Drehzahl und Uhrzeit an. Das Lenkrad liegt mir angenehm griffig und kompakt in den Händen, die Sitze schmiegen sich bequem an meinen Rücken.

Klein, bunt und lustig!

Fahrspaß: Als ich mit meinem Smart (ein ForTwo cdi kW 33 mit 45 PS) erstmals davonbrause, bin ich positiv überrascht, wie viel Power die wenigen Pferdchen auf die Straße bringen. An der Ampel komme ich schnell weg und im Stadtverkehr benötige ich sowieso keinen Rennwagen. Eher aber die Halb-Automatik, die es mir im Berufsverkehr einfach machen soll. Und tatsächlich bin ich froh, dass ich im morgendlichen Berufsverkehr nicht ständig kuppeln muss.

Leider entlockt mir diese „Softip“ aber auch so manchen Fluch; wenn ich zum Beispiel mit 25 km/h dahinrolle, schaltet sie plötzlich vom 2. in den 1. Gang. Das nervt nach dem dritten Mal. Wirklich positiv überrascht bin ich aber vom Handling meines Smarts: Die Lenkung reagiert direkt, in Kurven liegt er erstaunlich gut auf der Straße und auch bei 100 km/h auf der Autobahn wirkt er solide. Schneller fahren will ich aber lieber nicht, der Diesel-Motor wird mir dann doch zu laut. Dafür liefert mein Test-Wagen nach 500 Kilometern aber ein erfreuliches Verbrauchs-Ergebnis: Knapp 5 Liter in der Stadt und auf der Autobahn! Flirt-Faktor: Sagen wir mal so: Smartie kommt an. Beim Fahrspurwechsel genügt ein kurzes Blinken und auch der noch so gestresste Limousinen-Fahrer lässt mich einscheren. An der Ampel ernten wir beide aufmerksame Blicke und wenn ich locker rückwärts in Mini-Parklücken verschwinde, gucken die Mitbewerber neidisch drein – böse scheinen sie mir nicht zu sein ... Preis-Leistung: Für ab 12.000 Euro bekommt man hier jede Menge Fahrspaß – den man aber am besten in der Stadt genießt. JOY-Online-Urteil: Das perfekte Auto für Stadt-Single-Mädchen . Die bewundernden Blicke sind garantiert. Platz für die beste Freundin oder den Flirt vom Vorabend sowie mehrere XXL-Shopping-Tüten sind vorhanden. Der Verbrauch ist gering, der Anschaffungspreis im Rahmen. Kurzum, mein Smartie ist wie seine runde Namensvettern aus Schokolade: klein, bunt und lustig!

Katharina Korb-Gerum, Redakteurin JOY Online

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