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Kartoffel


Die Kartoffel ist ein Knollengewächs, das erst durch Garen genussfähig wird. Die Kartoffel gehört, wie die Paprika, die Tomate und der Tabak, zur Familie der Nachtschattengewächse gehört. Sie ist auch unter dem Namen "Erdapfel“ bekannt. Bei der Kartoffel handelt es sich um eine krautige Pflanze, die über einen Meter hoch werden kann. Sie wächst kletternd oder aufrecht. Über die unterirdischen Knollen vermehrt sich die Kartoffel vegetativ, das heißt die Beeren bilden sich in Samen, die tomatenähnlich sind. Diese sind für Menschen allerdings leicht giftig und nicht genießbar.
Kartoffel - kartoffel
Foto: Food & Foto
Kartoffeln schmecken neutral und sind dadurch gut kombinierbar.

Herkunft

Die Urheimat der Kartoffel ist das Hochland Südamerikas. Dort wird sie schon seit 2000 Jahren als Kulturpflanze angebaut. In Europa wurde die Kartoffel im 16. Jahrhundert eingeführt. Nach Deutschland gelangte sie aber erst im Jahre 1623, wurde aber zunächst als Zierpflanze angebaut, wobei man sich für die unterirdischen Knollen nicht weiter interessierte. Erst Friedrich der Große erkannte in der Kartoffel dann das "Volksnahrungsmittel". Heute ist die Kartoffel mit einer Inlandsernte von rund 7 Millionen Tonnen der Stärkelieferant Deutschlands.

Saison

Die ersten Früh-Kartoffeln kommen als Importe schon im Januar aus Israel auf den deutschen Markt. Ab April folgen Kartoffel-Sorten aus Italien, Spanien und Frankreich. Im Mai und Juni sind unsere ersten Früh-Kartoffeln auf Märkten zu finden. Ab August sind die mittelfrühen Sorten zu haben, um dann schließlich ab Oktober mit den späten Kartoffel-Sorten das Jahr abzuschließen.

Geschmack

Kartoffeln schmecken gegart nach Stärke und damit sehr neutral. Dadurch ist die Kartoffel mit anderen Lebensmitteln gut kombinierbar.

Verwendung

Kartoffeln werden je nach Verwendung unterschieden in: Fest kochend: Diese Kartoffel hat den geringsten Stärkegehalt, behält beim Kochen ihre feste Struktur und ist deshalb hervorragend für Salate, Bratkartoffeln oder Gratins geeignet. Sorten: Hansa, Sieglinde. Vorwiegend fest kochend: Diese Kartoffel mit höherem Stärkeanteil eignet sich besonders für Salzkartoffeln, Pell- und Bratkartoffeln. Sorten: Clivia, Hella, Grata. Mehlig kochend: Sie eignen sich hervorragend zum Zerstampfen, Pürieren, für Klöße und für Knödel. Sorten: Datura, Irmgard. Neben der Verwendung als Frischware, wird die Kartoffel heute in Form von Tiefkühl-Produkten, in Pulverform, Einweckform oder für die industrielle Fertigung verarbeitet.

FOTOGALERIE

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Aufbewahrung

Kartoffeln sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden.

Nährwert/Wirkstoffe

Der Stärkeanteil von Kartoffeln kann bis 20 Prozent betragen. Obwohl der Eiweißgehalt von Kartoffeln nur rund 1,8 Prozent beträgt, ist seine Bedeutung für die menschliche Ernährung nicht zu unterschätzen. Der Aufbau des Kartoffel-Eiweißes gleicht dem des menschlichen Eiweißes. Der Vitamingehalt von Kartoffeln ist überdurchschnittlich und ernährungsphysiologisch ausgewogen. Außerdem sind Kartoffeln reich an Vitamin C, Vitamin B1 und B2, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor und Proteinen. In den Schalen der Kartoffeln konzentrieren sich Alkaloide (Solanin). Diese sind eine natürliche Abwehr gegen Bakterien und Insekten.

Medizinische Wirkung

Kartoffeln haben durch die Vitamine C, B1 und B2, durch die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor sowie durch die Proteine einen hochwertigen Ernährungswert. Sie eignen sich sehr gut für Diäten, da das hochwertige Eiweiß dabei hilft, fit zu bleiben. Zudem sorgen die enthaltenen Ballaststoffe für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

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Veröffentlicht in LECKER.de
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