König Albert von Belgien: Steuergeschenk zum 79. Geburtstag

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König Albert und Königin Paola von Belgien dürfen sich über ein üppiges Haushaltsgeld freuen...
Foto: AFP / Getty Images

Jetzt müssen Steuern gezahlt werden

Das ist wahrlich ein üppiges Geschenk zum 79. Geburtstag: König Albert von Belgien wird als regierender Monarch als einziger der belgischen Royals von der Steuerpflicht befreit.

Gestern wurde in Belgien eine Gesetzesänderung beschlossen, die historisch ist: Das Königshaus muss Steuern zahlen, so der Beschluss. Alle Mitglieder - mit Ausnahme von König Albert - sind fortan verpflichtet, ihre Gehälter zu versteuern.

Das Gesetz lasse eine Änderung bezüglich der Finanzen des Königs nicht zu, daher erhalte er weiterhin die vollen 11,5 Millionen Euro jährlich.

Bei seinen Söhnen sieht das jedoch anders aus. Kronprinz Philippe (53) erhält derzeit ein jährliches Gehalt von 923.000 Euro vom Staat. Künftig wird dagegen nur ein Grundgehalt von 180.000 Euro fällig, das voll zu versteuern ist, berichtet die "Expatica". Ausgaben, die allerdings direkt seiner Pflichterfüllung als Kronprinz dienen, sind nicht steuerpflichtig.

Prinzessin Astrid (51) und Prinz Laurent (49) werden ein Gehalt von 90.000 Euro bekommen. Königin Fabiola (84), die Witwe von König Baudouin, trifft es derzeit am härtesten. Erst dieses Jahr wurde ihr Gehalt von 1,4 Millionen Euro auf 923.000 Euro gekürzt. Nun soll sie auch noch Steuern zahlen.

Königin Fabiola steht ohnehin gerade unter Kritik. Sie kündigte an, eine Stiftung aufbauen zu wollen, die nach ihrem Tod ihre Neffen und katholische Charitys finanziell unterstützen soll. Dies entzürnte die Belgier, die darin einen Versuch sahen, Staatsgelder an Fabiolas spanische Verwandten zu transferieren.

Sparen müssen die belgischen Royals auf jeden Fall. Zukünftig soll sogar nur noch der Thronfolger finanzielle Zuschüsse bekommen. Düstere Zeiten für Erbschleicher...

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