Königin Beatrix & Mabel: Jetzt kommt die ganze Wahrheit ans Licht

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Beatrix und Mabel versuchen sich Kraft und Trost zu geben.
Foto: Getty Images

Das verheimlichte Drama um Friso

Ein Jahr nach dem Unglück ist die Königsfamilie wieder in Lech

Sie sind wieder zurück. Zurück an dem Ort, der Prinz Friso (44) zum Schicksal wurde und das Leben für alle veränderte. Hollands Königsfamilie ist in Lech am Arlberg (Österreich). Seit Jahrzehnten das Winterurlaubsdomizil von Königin Beatrix (75).

Doch in diesem Jahr ist alles anders. In diesem Jahr wird sie zum ersten Mal wieder dem Mann begegnen, der an der Seite ihres Sohnes war, als der von einer Lawine mitgerissen wurde: Florian Moosbrugger (43), Hotelier vom „Gasthof Post“, dem Stammhotel der Königsfamilie.

Nach dem Unglück stand er unter Schock, dann durfte er nichts sagen, weil Ermittlungen gegen ihn liefen. Doch jetzt kann er Beatrix, Mabel (44), Willem-Alexander (45) und Maxima (41) von dem schrecklichen Tag erzählen – es ist die ganze Wahrheit über das Unglück, die nun ans Licht kommt. „Ich habe sofort alles getan, um das Leben des Prinzen zu retten“, erinnert sich Moosbrugger an die dramatischen Szenen, die sich für immer in sein Gedächtnis eingebrannt haben...

Es ist mittags um zehn Minuten nach zwölf, als er und Friso an jenem 17. Februar abseits der Piste am Berg stehen. Der Hang ist nicht gesperrt, aber es gilt die Lawinenwarnstufe 4 – die zweithöchste. Sie prüfen das Gelände, sehen Spuren von anderen Skifahrern. Für sie das Zeichen, dass keine Gefahr besteht. Ein verhängnisvoller Irrtum.

Die beiden fahren in den Hang. Um 12.15 Uhr wird die Stille am Berg von einem schrecklich grollenden Geräusch zerschnitten. Zehn Meter über Friso bricht ein Schneebrett los und donnert in die Tiefe. Bei Moosbrugger öffnet sich ein Airbag im Rucksack, hält ihn an der Oberfläche. Der Prinz jedoch hat keinen, wird wie in einer Waschtrommel von der Lawine durchgeschüttelt, verliert jede Orientierung. Schnee und Eis dringen in seinen Mund, versperren die Atemwege. Moosbrugger rappelt sich auf, gräbt mit bloßen Händen nach seinem verschütteten Freund. Kurz darauf helfen ihm Bergretter, die in der Nähe sind.

Dieser Tage in Lech wird Königin Beatrix erfahren, wie schlimm es um ihren Sohn gestanden hat, als sie ihn gefunden haben. Und wie schrecklich es war, als der Notarzt aus dem Rettungshubschrauber Gallus I mit der Wiederbelebung begann. Wie die Stromstöße des Defibrillators auf Frisos Brust seinem Körper zusetzten.

Tragisch: Während des Flugs im Helikopter versagte ein Akku des Gerätes, das die Herzmassage unterstützt. Ein Reserve-Akku wurde angeschlossen. Es dauerte 50 Minuten, bis sein Herz wieder geschlagen hat.

Die dramatische Wahrheit einer Tragödie. Die Königsfamilie muss nun lernen, mit ihr zu leben. Die Ermittlungen gegen Florian Moosbrugger wurden inzwischen eingestellt. Und auch Königin Beatrix gibt ihm keine Schuld. Statt ihm Vorwürfe zu machen, nimmt sie den verzweifelten Mann in den Arm und versucht ihn zu trösten...

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