Königin Elizabeth: Musikalische Ader

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Freude im Norden

Eine gute Nachricht, die in Deutschlands nördlichstem Bundesland große Freude auslöste: Königin Elizabeth von Großbritannien übernimmt in diesem Jahr die Schirmherrschaft für das Schleswig-Holstein-Musikfestival. Es ist das zweite Mal, dass sie dies tut. Die weniger gute Nachricht: Zum Eröffnungskonzert (6. Juli in Lübeck) wird Ihre Majestät nicht persönlich anreisen. Sie lässt sich durch ihren Botschafter Simon McDonald vertreten.

Warum Königin Elizabeth erneut ihren werbewirksamen Namen für die Konzerte, die zum großen Teil in Schlössern und Herrenhäusern stattfinden, hergab, ist leicht erklärt: Im Mittelpunkt der Klassikreihe steht der in Hamburg geborene Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy, der enge Beziehungen zu England pflegte.

Die Queen selbst lobte die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe. Sie gehöre zu den weltweit größten und renommiertesten Festivals für klassische Musik, schrieb sie in ihrem Grußwort. Sie weiß, wovon sie redet, schließlich war ihr Sohn Prinz Charles dort einmal Gastmusiker. 1988 steuerte er als Pilot selbst seinen königlichen Jet nach Kiel, um dort am Abend in der Petri-Kirche Cello zu spielen. Fünf Jahre später (2003) trat dann Königin Elizabeth zum ersten Mal als Schirmherrin der Klassikreihe (Schwerpunkt: Großbritannien) auf. Ihr jüngster Sohn Prinz Edward genoss das Auftaktkonzert in Neumünster.

Die Queen selbst kennt Schleswig-Holstein übrigens gut. Sie schipperte mehrmals auf ihrer Jacht „Britannia“ durch den Nordostsee-Kanal, schaute dabei gern und lange beim Ein- und Ausschleusen ihres Schiffes zu und ließ auf der Passage die Landschaft an sich vorüberziehen. Auch als Staatsgast war sie im Norden. Dabei begutachtete sie unter anderem auf dem Landgut Schierensee des Verlegers Axel Cäsar Springer edle Holsteiner Pferde.

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