Können Augen Sonnenbrand bekommen?

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Sonnenbrand ist nicht zu unterschätzen - egal an welcher Körperstelle
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Warum wir unsere Augen schützen müssen

Im Sommer lassen wir uns gerne von der wärmenden Sonne verwöhnen. Und selbstverständlich schützen wir Kopf und Haare mit einem Hut und unsere Haut mit effektiver Sonnencreme vor Verbrennungen. Nur unsere Augen kommen dabei oft zu kurz.

Fataler Fehler! Denn: Auch unsere Augen können eine Art Sonnenbrand bekommen. Das äußert sich in tränenden, juckenden Augen, die rot werden, brennen und zu schmerzen beginnen. Das gefährliche daran: Die Symptome vom Augen-Sonnenbrand (Ärzte sprechen von "Photokeratitis") bemerkt man erst sechs bis acht Stunden nach dem Sonnenbad.

Bis sich die Augen wieder regenerieren, kann es mehrere Tage dauern. Was dann noch hilft? Die Augen befeuchten (z.B. mit künstlichen Tränen-Tropfen aus der Apotheke), speziellen Salbenverband anlegen (Arzt fragen!) und Bettruhe in einem verdunkelten Raum wahren.

Im schlimmsten Fall führen Augen-Sonnenbrände nämlich zu

- Horn- und Netzhautverletzungen

- Nachlassen der Sehschärfe

- erhöhtem Risiko für Grauen Star

- und sogar Blindheit.

 

Wie kommt es zum Augen-Sonnenbrand?

 

Ob wir am See oder am Strand liegen oder den Ski-Urlaub genießen: Sowohl Wasser als auch Sand und (vor allem!) Schnee reflektieren die grellen Sonnenstrahlen. So gesehen kann jeder Augen-Sonnenbrand bekommen, der zu häufig und / oder zu lange in der prallen Sonne liegt - erst recht, wenn er hin und wieder in die Richtung des riesigen Feuerballs schaut.

Zusätzliche Vorsicht ist ab dem 40. Lebensjahr geboten. Etwa ab diesem Alter werden die Augen empfindlicher. Zudem gilt: blassblaue Augen sind für Photokeratitis empfänglicher als dunkelbraune.

 

Wie können wir einem Augen-Sonnenbrand vorbeugen?

 

Ganz einfach: Sonnenbrillen mit CE-Zertifikat ("CE" steht für "Communauté Européenne" und ist das Zeichen dafür, dass für dieses Produkt die Richtlinien der EU eingehalten wurden) aufsetzen, sobald die Sonne scheint. Am besten mit einem UV-Schutz der Kategorie drei (82 - 92 % Tönung) oder Kategorie vier (92 - 97 % Tönung), bzw. mit einem UV-Schutz von 400 (oder höher). Ein guter Anhaltspunkt ist auch die Farbe der Tönung: Graue oder bläuliche Gläser erfüllen diese Anforderungen oft nicht.

Hinzu kommt: Die Brille muss perfekt sitzen! Können Sonnenstrahlen durch die Ränder der Brille eindringen, können bis zu 60 Prozent des Lichtes in die Augen eindringen - was schlimme Folgen haben kann! Schließlich sind die Pupillen aufgrund der verdunkelten Gläser geweitet, sodass die eindringenden Sonnenstrahlen freie Fahrt in die Augen haben.

Für Sonnenbrillen-Gegner gibt es inzwischen sogar Kontaktlinsen, die bis zu 90 Prozent der UV-Strahlen abwehren. Natürlich gilt immer, immer, immer: Auf gar keinen Fall direkt in die Sonne schauen - ob mit oder ohne Augenschutz!

(ww7)

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