Kokosöl - das Elixier für natürliche Gesundheit

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Kokosöl beugt u.a. Alzheimer vor.
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Natürlich heilen

Im Supermarkt lässt sie uns vom Urlaub träumen. Doch die Kokosnuss ist mehr als ein exotischer Snack. Sie enthält ein Öl, das Wissenschaftler ins Schwärmen bringt - und Hoffnung im Kampf gegen schwere Krankheiten schenkt.

Alzheimer vorbeugen

Studien zeigen: Kokosöl unterstützt die sogenannte Ketonkörperbildung im Organismus. Diese chemischen Verbindungen sind eine Art alternativer Brennstoff in der Energieversorgung. Sie könnten Alzheimerpatienten zugute kommen und vielleicht sogar den Ausbruch der Krankheit abwehren. Denn Ketone scheinen in der Lage zu sein, unterversorgte Nervenzellen des Gehirns zu versorgen und so ihr Absterben zu verhindern.

Die Ursachen für das "Chronic Fatigue Syndrom" (CFS) sind nicht geklärt. Als Auslöser stehen Umweltgifte, Erbanlagen und Viren unter Verdacht. Sie belasten ständig das Immunsystem und rauben Betroffenen die Energie.

Kokosfett dockt hier an zwei Schwachstellen an: Es stärkt sowohl die Reparaturzellen im Körper, als auch den Verdauungsapparat. Mögliche Krankheitserreger können so besser beseitigt werden.

Kokosöl hat zwar nur minimal weniger Kalorien als anderes Öl (1 kcal/Gramm weniger), aber es hat viel günstigere Eigenschaften.

Die mittelkettigen Fettsäuren heizen den Stoffwechsel an. Sie werden schneller zur Energieproduktion verwendet und damit weniger im Fettgewebe abgelagert.

Zudem stoppt das Öl Blutzuckerschwankungen, die zu Heißhungerattacken führen, und verlängert das Sättigungsgefühl.

Kombiniert mit einer kohlenhydratarmen Ernährung senkt das Kokosöl das Diabetes-Risiko. Und kann im Fall einer bestehenden Erkrankung die Folgeschäden lindern.

Die Fettsäuren wirken sich positiv auf die Insulinproduktion aus und sie können ohne Insulinrezeptoren Energie in die Zellen transportieren.

Diabetiker sollten aber vor dem Verzehr mit ihrem Arzt sprechen.

Wie ein natürliches Antibiotikum wirkt Kokosöl im Mundraum, so das Ergebnis einer irischen Studie.

Es unterstützt die Bekämpfung von Bakterien, die Karies auslösen. Die Forscher hoffen, dass Kokosfett zeitnah Zahnpflegeprodukten zugefügt wird.

Bis dahin kann eine selbstgemachte Zahncreme aus gleichen Teilen Kokosöl und reinem Natron helfen.

Als Feuchtigkeitsspender ist Kokosfett seit Jahren in Kosmetik enthalten.

Aber auch bei sehr trockener Haut und Erkrankungen wie Schuppenflechte lohnt sich ein Behandlungsversuch - innerlich wie äußerlich.

Die Laurinsäure wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

Die Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin Ulrike Gonder erklärt, wie einfach Sie Kokosöl für sich nutzen können.

Früher galt Kokosfett als eher minderwertig. Woher kommt der plötzliche Sinneswandel?

In Kokosöl stecken viele gesättigte Fettsäuren, die lange als Übeltäter für alle möglichen Krankheiten verteufelt wurden - allerdings zu Unrecht, wie man heute weiß. Die besonderen gesättigten Fettsäuren des Kokosöls haben sogar positive Effekte.

Benutzen Sie das Öl auch selbst?

Ja, denn es schmeckt hervorragend und hat viele günstige Eigenschaften. Allerdings sollte Kokosöl nicht das einzige Öl in der Küche sein. Dafür hat es zu wenig ungesättigte Fettsäuren, die für den Organismus sehr wichtig sind. Es sollte also immer noch zusätzlich ein anderes hochwertiges Pflanzenöl benutzt werden - z. B. Oliven- oder Rapsöl.

Wie viel von dem Kokosöl sollte man täglich nehmen?

Im Idealfall drei bis fünf Esslöffel.

Und wie verwendet man es im Alltag?

Kokosöl ist sehr vielseitig. Man kann es zum Kochen, Backen und Braten nehmen, da es durch das Erhitzen relativ geschmacksneutral wird. Es kann auch prima mit anderen Ölen vermischt werden, etwa als Salatdressing oder unter Müsli und Desserts gemischt werden. Dafür muss man es lediglich kurz erwärmen, da es bei Zimmertemperatur eine feste Konsistenz hat.

Wie erkenne ich gute Qualität?

Achten Sie darauf, dass das Öl naturbelassen, kalt gepresst und nicht gebleicht ist. Ein Liter gutes Kokosöl kostet ca. 20 Euro.

Das steckt in der Kokosnuss

45 % Wasser

35 % Fett

9 % Ballaststoffe

5 % Kohlenhydrate

5 % Eiweiß

1 % Vitamine und Mineralstoffe

Mehr spannende Fakten und Rezepte in: Ulrike Gonder, "Kokosöl (nicht nur) fürs Hirn!" (Systemed Verlag, 5,99 Euro).

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