Krampfadern entfernen: Tschüss, Krampfader!

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Krampfadern können zu Schmerzen und Thrombose führen. Lassen Sie sie entfernen.
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Krampfadern

Sie möchten Ihre Krampfadern entfernen lassen? Keine Angst vor Operationen! Heute gibt es viele sanfte Methoden, um Krampfadern sicher zu entfernen.

Krampfadern sollten entfernt werden. Und das nicht nur aus Schönheits-Gründen. Denn sie können auch zu Schmerzen und Thrombosen führen . Am besten starten Sie mit dem Entfernen Ihrer Krampfadern noch im Frühling. Denn jetzt fällt die oft nötige Nachsorge mit Kompressionsstrümpfen leichter als im Sommer.

Vier Möglichkeiten Krampfadern zu entfernen

Adern herausziehen

Das sogenannte Stripping ist das Standardverfahren und wird von der Krankenkasse bezahlt. Die Krampfader wird auf einen feinen Draht gefädelt und unter Betäubung durch einen kleinen Schnitt am Unterschenkel oder in der Leistenbeuge herausgezogen. Früher kam es häufig zu Komplikationen. Heute aber treten Blutergüsse und Schmerzen deutlich seltener auf.

Venen verkleben

Bei der Verödung wird die Vene verklebt. Das Blut sucht sich dann einen neuen Weg durch gesunde Venen und die Krampfader wird allmählich vom Körper abgebaut. Der Arzt spritzt ein spezielles Mittel in die Vene. Bei der modernen Form wird dieser "Kleber" vorher aufgeschäumt. Der Schaum haftet besser an den Gefäßwänden und man braucht weniger von dem Mittel. "Das bedeutet, dass es kaum noch Nebenwirkungen gibt und die Behandlung schneller zum Ziel führt", erklärt Professor Dr. Dr. Stefan Hillejan aus Hannover. Die Kosten liegen bei 100 bis 250 Euro pro Sitzung. Meist sind zwei bis fünf Behandlungen nötig.

Verschließen mit Licht

Er verwendet in seiner Praxis auch moderne Lasergeräte. Mit den konzentrierten Lichtstrahlen lassen sich Krampfadern behandeln, ohne anderes Gewebe zu verletzen. Eine Lasersonde wird in die Vene eingeführt. "Vorsichtig schiebe ich sie unter Ultraschallkontrolle bis zum oberen Venenabschnitt. Von dort ziehe ich den Laser gleichmäßig zurück, während er Lichtimpulse abgibt", erklärt Prof. Hillejan. Durch die entstehende Wärme schließt sich die Vene. Für den Eingriff ist nur ein winziger Einstich nötig. Es bleiben keine sichtbaren Narben. Die Kosten für die Laserbehandlung liegen zwischen 1500 und 2500 Euro.

Radiowellen-Energie

Ähnlich wie die Laser-Methode verläuft das VNUS-Closure-Verfahren: Durch einen kleinen Nadelstich wird ein hauchdünner Katheter in die Vene eingeführt, der Radiowellen auf die Gefäßwände überträgt. Diese erhitzen sich kurzzeitig auf etwa 110 Grad. Die Krampfader wird dadurch narbenfrei verschlossen. "Unsere Patienten können zwei Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen und sind nach kurzer Schonung wieder einsatzbereit", sagt Prof. Hillejan. Auch bei dieser Behandlung müssen die anfallenden Kosten von etwa 2500 Euro von den Patientinnen selbst gezahlt werden.

Das hilft außerdem bei Krampfadern

Kompressionsstrümpfe

Durch Druck von außen helfen spezielle Kompressionsstrümpfe, die Gefäßwände zu stabilisieren. Einst waren diese "Stützstrümpfe" eine modische Zumutung. Heute gibt es sie in allen erdenklichen Farben. Und aus speziellem Mikrofasermaterial gefertigt, kühlen sie im Sommer sogar.

Morgens Beine kalt abduschen

Beginnen Sie den Tag mit kalten Güssen auf die Beine. Die erfrischen nicht nur, sondern verengen auch die Gefäße und sorgen so für einen reibungslosen Blutfluss. Bewegen Sie den Wasserstrahl immer von den Füßen aufwärts. An der Außenseite der Beine beginnen.

Füße sooft wie möglich hochlegen

Schwere, müde und schmerzende Beine gehören zu den ersten Anzeichen eines Venenleidens. Vor allem abends sind Füße und Beine der betroffenen Frauen geschwollen. Die Beschwerden bessern sich aber meist rasch, wenn die Füße hochgelegt werden. Kühlen verschafft zusätzliche Linderung.

Flache Schuhe

In hochhackigen Schuhen können sich die Wadenmuskeln nicht richtig bewegen und die Venen nicht unterstützen. Die Gefäße leiern aus, Krampfadern entstehen. Tragen Sie oft flache Schuhe.

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