Kranke Haut durch Skin-Picking: Leidest du auch daran?

skin picking artikel
Skin-Picking ist eine Zwangsstörung
Foto: Istock

Immer wieder kratzen, drücken oder pressen... Beobachtest du auch manchmal, dass du ganz nebenbei Dinge mit deiner Haut machst, die ihr nicht gut tun? Rund zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung leiden an einer Verhaltensstörung, die sich Skin-Picking nennt.

Gekennzeichnet wird die Krankheit durch das zwanghafte Bearbeiten der Haut mit Fingernägeln, Pinzetten, Nadeln oder anderen Werkzeugen. Die Betroffenen spüren den starken Drang immer wieder die eigene Haut zu malträtieren. Bevorzugt werden dabei das Gesicht, die Schulter und Arme.

Dabei haben Menschen mit Skin-Picking-Disorder häufig kein Schmerzempfinden. Sie wissen zwar von den negativen optischen Folgen, aber der Impuls die Hautstellen weiter zu bearbeiten, ist größer. Oft entstehen dabei Entzündungen und Narben, die den Leidensdruck des Betroffenen oft noch erhöhen.

Ähnlich wie beim Ritzen entspannt das Skin-Picking und löst Stress und Frustration. Viele Betroffene erzählen auch, dass sie vor dem Computer arbeiten und ganz nebenbei beginnen ihre Haut zu bearbeiten. Schnell kommt auch wieder Reue über das Verhalten und erneutes Verletzen. Häufig betroffen sind junge Mädchen in der Pubertät. Bisher ist die Zwangskrankheit nur wenig erforscht.

Hilfe können Menschen mit Skin-Picking-Disorder in Form von Therapien finden. Hier wird das missgeleitete Verhalten therapiert und andere Wege gefunden um Frustration und Stress nicht an der Haut auszulassen. Wer Hilfe sucht, kann diese auch in Selbsthilfegruppen finden.

Kategorien: