Krankheitsbilder: Amalgam-Beschwerden

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Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf

Amalgam-Beschwerden sind Nebenwirkungen von Zahnfüllungen. Bei Amalgam handelt es sich um eine Mischung aus Quecksilber und anderen Metallen. Die Zahnfüllungen standen im Verdacht, zahlreiche Krankheiten auszulösen: Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, Kreislaufleiden, Alzheimer, Entzündungen, Krebs, Schlafstörungen, Depressionen und vieles mehr. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten diese Befürchtungen nicht bestätigen. Nach heutigem Wissen ist Amalgam nur bei unsachgemäßer Anwendung und für Risikopersonen gefährlich. So rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte davon ab, schwangeren Frauen und Nierenpatienten frische Amalgamfüllungen zu geben. Auch bei Kindern sollte die Behandlung gut überlegt werden. Fest steht: Amalgam-Plomben sind besonders stabil, erhöhen aber den Quecksilbergehalt im Blut. Die Menge gilt jedoch als unbedenklich. Erwiesen sind lediglich seltene Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen und Schleimhautbeschwerden. Reizungen der Mundschleimhaut machen sich unter anderem als fleckige, weißliche Stellen bemerkbar. Allergische Reaktionen können zu Ekzemen und anderen entzündlichen Veränderungen führen. Manche Patienten berichten auch über Sinnesstörungen wie einen metallischen Geschmack.

Behandlung

Bei erwiesener Überempfindlichkeit können Amalgamfüllungen vom Zahnarzt entfernt und durch andere Materialien, zum Beispiel aus Keramik oder Kunststoff, ersetzt werden. Vorher gut beraten und eine Kostenübernahme durch die Kasse bestätigen lassen!

Vorbeugen und Selbsthilfe

Regelmäßige Pflege schützt die Zähne und beugt dem Einsatz von Füllungen vor.

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