Krankheitsbilder: Schallleitungsstörungen

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Definition, Ursachen und Krankheitsverlauf

Schallleitungsstörungen entstehen im äußeren Ohr oder im Mittelohr. Symptome sind ein dumpfes Fremdkörpergefühl, Juckreiz, möglicherweise Schwindelgefühle und Ohrgeräusche. Auslöser können Fremdkörper im Ohr (zum Beispiel Ohrenschmalz-Pfropfen) oder Trommelfelldefekte sein. Dadurch wird der Schall an der Ohrmuschel, am Mittelohr oder am Gehörgang nicht richtig weitergeleitet. Es kommt zur Hörminderung beziehungsweise Schwerhörigkeit .

Behandlung

Verschwinden die Symptome nicht von selbst, sollte man umgehend zum HNO-Arzt gehen und nicht selbst am Ohr herumdoktern. Eine eventuelle Schallleitungsstörung lässt sich mittels einer Ohrenspiegelung und einigen Hörtests (medizinisch: Tympanometrie, Tonaudiometrie) erkennen. Je nach Ursache wird unterschiedlich behandelt: Ein Ohrenschmalzpfropfen wird entweder mit warmem Wasser aus dem Gehörgang gespült oder mit einer Schlinge aus dem Gehörgang entfernt. Trommelfell- und Gehörknöchelchendefekte lassen sich meist operativ beheben. Bringen diese Therapien keinen Erfolg, lässt sich die Hörfähigkeit durch ein passendes Hörsystem verbessern.

Vorbeugen und Selbsthilfe

Um einer Schallleitungsstörung vorzubeugen, sollte man darauf achten, seine Ohren regelmäßig und sehr vorsichtig zu reinigen, um die Entstehung von Ohrenschmalzpfropfen zu vermeiden. Aber: Niemals mit dem Wattestäbchen zu tief ins Ohr gehen, das kann zu Verletzungen führen. Wenn man das Gefühl hat, dass sich ein Ohrenschmalzpfropfen gebildet hat, den man selbst nicht auf die übliche, vorsichtige Weise entfernen kann, sollten man einen Arzt aufsuchen, der den Ohrenschmalzpfropfen entfernen kann. Zudem sollte man eine zu hohe Lärmbelastung vermeiden, um Schallleitungsstörungen vorzubeugen.

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