Krebs-Drama!

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Christian Lais kann zum Glück wieder lachen - auch, wenn er die schlimme Krankheit wohl nie ganz vergessen wird
Foto: Sony BMG/Sascha Kramer

Christian Lais

Der Sänger musste drei Monate schweigen! Fast hätte er seine Stimme verloren...

Mehr als dreißig Jahre hat Christian Lais (46) darauf hingearbeitet, als Sänger berühmt zu werden. Sein großer Traum ist 2008 tatsächlich zum Greifen nahe geworden! Mit dem Lied "Du vergaßt zu verzeih’n" landete er den erfolgreichsten Radioschlager des Jahres.

Der gelernte Bürokaufmann stand damit endlich vor seinem lang ersehnten Ziel. Zum ersten Mal in seinem Leben war er als Künstler gefragt wie nie. Doch dann passierte etwas, womit er überhaupt nicht gerechnet hatte. In seinem Hals wurde ein Tumor entdeckt. Hinter den Stimmbändern! "Ich fühlte mich wie gelähmt, als ich das Wort Tumor hörte", erinnert sich Christian Lais.

Für den Sänger eine Katastrophe. Monatelang musste Christian Lais mit der belastenden Ungewissheit leben, seine Stimme zu verlieren. Und bis heute, ein Jahr nach dem Krebs-Drama, begleitet ihn die Angst, dass die schlimme Krankheit jederzeit wieder ausbrechen könnte.

"Angefangen hat alles ganz harmlos", sagt Christian Lais nach seinem gefeierten Auftritt in Florian Silbereisens ARD-Show "Winterfest der Träume" zu NEUE POST. "Ich war heiser und mein Arzt glaubte, es wäre ein Virus. Aber die Heiserkeit ging auch nach Wochen mit Antibiotika und Inhalationen nicht weg."

Christian Lais suchte bei einem zweiten Arzt Rat. Dort erhielt er im Januar 2009 die schlimme Diagnose, die sein Leben von einem auf den anderen Tag schlagartig verändern sollte. Christian Lais: "Ich dachte: Oh Gott, nun ist alles vorbei! Meine Karriere – mein Leben – alles!"

In der Uni-Klinik von Freiburg erwartete Christian Lais eine Woche später der nächste Schock: "Der Arzt sagte mir, dass ich nach der Operation drei Monate kein Wort sprechen darf. Sonst würde die Gefahr bestehen, meine Stimme für immer zu verlieren."

Die folgenden Wochen des Schweigens waren für den Sänger die Hölle. Verzweiflung, Hilflosigkeit und Angst ließen ihn nächtelang wach liegen. "Ich wurde richtig depressiv. Wenn ich etwas wollte, musste ich alles auf Zetteln aufschreiben. Ohne den Beistand meiner Familie hätte ich diese furchtbare Zeit sicher nicht überstanden. Meine wunderbare Mutter Christa war rund um die Uhr für mich da", sagt der Sänger, der als Single in Kandern (Schwarzwald) lebt, nun voller Dankbarkeit.

Nach drei Monaten Schweigen kam für den Schlagerstar der große Moment. Christian Lais: "Mein Arzt schaute mich freundlich an: 'So, jetzt sagen Sie mal was!' Mit Tränen in den Augen brachte ich dann vorsichtig die ersten Worte heraus. Die Stimme war wieder da. Klar und voll. Das Gefühl war für mich unbeschreiblich!"

Nach einem Jahr Stimmaufbau- Training geht es Christian Lais heute wieder sehr gut. Aber die Krebs-Gefahr nimmt er weiterhin ernst. "Ich lasse mich alle paar Monate untersuchen. Dass mein Tumor frühzeitig entdeckt wurde, hat mich schließlich gerettet."

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