Krebsrisiko: Angelina Jolie lässt sich Eierstöcke entfernen

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Angelina Jolie hat sich die Eierstöcke entfernen lassen
Foto: Getty Images

Ihr Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken, lag bei 87 Prozent. Deshalb hat Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie einen Entschluss gefasst: Sie hat sich die Eierstöcke entfernen lassen.

Ihre Mutter, ihre Oma und eine Tante sind an Krebs gestorben. Das Risiko an Krebs zu erkranken, ist in Jolies Familie genetisch veranlagt ungewöhnlich hoch. Dann der Schock. Jolie bekam einen Anruf von ihrem Arzt, dass ein Bluttest Anzeichen für Krebs ergab. "Ich sagte mir selbst, bleib ruhig, sei stark - und dass ich keinen Grund habe, zu denken, dass ich weder meine Kinder aufwachsen noch meine Enkel sehen würde", schrieb Jolie. Das Testergebnis war negativ. Allerdings festigte das den Gedanken Jolies sich die Eierstöcke vorsorglich entfernen zu lassen.

Das hatte sie bereits auch schon mit ihren Brüsten machen lassen. Denn auch das Risiko für Brustkrebs war hoch bei der Schauspielerin. Sie ließ sich den Busen amputieren und lebt seitdem mit künstlichen Brüsten.

Über die Entfernung ihrer Eierstöcke hatte die 39-Jährige schon länger nachgedacht. Allerdings bedeutet das nicht nur einen großen Eingriff, sondern auch hormonelle Veränderungen. "Ich werde keine weiteren Kinder mehr bekommen können und körperliche Veränderungen durchmachen", schrieb Jolie. Mit ihrem Ehemann Brad Pitt hat die Schauspielerin drei leibliche und drei adoptierte Kinder.

Für sie steht fest, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Trotz der Entfernung ihrer Eierstöcke fühle sie sich feminin, sagte die 39-Jährige. Was für sie zählt, ist eindeutig: "Ich weiß, dass meine Kinder nie sagen müssen: 'Mama ist an Eierstockkrebs gestorben'".

In der Medizin wird häufig dazu geraten Organe - vor allem die Gebärmutter und Eierstöcke - vorsorglich entfernen zu lassen. Das senke das Risiko für eine bösartige Veränderung des Organs. Weit mehr als 130.000 Frauen wird jährlich aufgrund von Bluttests oder gutartigen Tumoren die Gebärmutter entfernt. Demgegenüber stehen viele Kritiker, die diese Eingriffe für verfrüht halten.

Sollten Sie betroffen sein, informieren Sie sich umfassend und suchen Sie den Rat mehrerer Ärzte. Oftmals ist auch die Einstellung des Arztes ausschlaggebend für eine OP. Ist dieser der Meinung, dass ein Entfernen des Organs alle Probleme löst, wird dieses auch eher entfernt.

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