Kündigen oder bleiben? So treffen Sie die richtige Entscheidung

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Engagiert zusammenarbeiten - das klappt bestens, wenn man sich wertgeschätzt fühlt.
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Zeit für einen neuen Job?

Selbst wenn uns der Beruf viel Spaß macht, gibt es manchmal Phasen, da würden wir am liebsten alles hinschmeißen. Wann die Kündigung eine gute Idee ist und wann Sie besser bleiben sollten.

Der Traumjob sieht so aus: Wir können unsere Stärken einsetzen. Bekommen Anerkennung. Werden gefördert, arbeiten selbstbestimmt und halten unser Tun für sinnvoll und bereichernd. Weil das nicht immer so ist, ertappen wir uns manchmal beim Gedanken, unseren Hut zu nehmen, zu kündigen. Neu anzufangen. Oder etwas ganz anderes zu machen.

Psychologin Ilona Bürgel, Autorin von "Die Kunst, die Arbeit zu genießen" , rät, für Zweifelsfälle eine eigene Wertehierarchie aufzustellen. Fragen sollte man sich beispielsweise: Will ich lieber Neues entdecken? Brauche ich viel Sicherheit? Ist mir die Karriere wichtig? Oder ein Baby? Oder ein Jahr im Ausland? "Jeder Punkt auf der Liste wird ohne langes Nachdenken mit jedem anderen verglichen - der Sieger erhält jeweils einen Strich." So sehen wir am Ende Schwarz auf Weiß, was uns am Herzen liegt. Bürgel: "Es gibt einen klassischen Coaching-Spruch: 'Man kann eine Situation ändern, akzeptieren oder verlassen.' Das sollte man beherzigen."

Die ganze Welt lockt

Ja, es ist mutig, den Job für eine Auszeit auf Eis zu legen. Aber so eine Erfahrung kann sehr bereichernd sein. Die Frage ist: Wie wichtig ist einem dieses Abenteuer? Ist es ein günstiger Zeitpunkt, weil man es später, z. B. mit eigener Familie, nicht mehr tun würde? Top Entscheidungshilfe: eine Wertehierarchie (s.o.).

Unzufrieden im Job

Die Arbeit erfüllt einen nicht, die Anerkennung fehlt. Und das Gehalt stimmt auch nicht. Kündigen? Nee - reden. Für seine Anliegen beim Chef eintreten! Sollte die Gehaltsforderung mit der "schlechten wirtschaftlichen Lage" abgeschmettert werden, unbedingt fragen, wann man erneut verhandeln kann, rät Ilona Bürgel. Und was man selbst tun kann, um eine Erhöhung zu bekommen - vielleicht gibt es ja Aufgaben, die Lorbeeren versprechen. Sich selbst einen Zeitpunkt setzen, an dem man erneut checkt, ob einen diese Lösung zufrieden macht.

Super Stellenangebot

Man mag seine Arbeit ja - aber da ist dieses attraktive Jobangebot ... Was tun? "Überlegen Sie, wo Sie sich in fünf Jahren sehen. Und was Sie heute dafür tun müssen", so Bürgel. Wichtig: Nur Verträge zählen, nicht Versprechen!

Weichen neu stellen

Eigentlich wollte man ... z. B. immer eine Pension am Meer eröffnen. Bürgel rät, so einen Wunsch konkret abzuklopfen. Welche Arbeit gehört dazu (Bettenmachen, Buchhaltung etc.). Ist das realistisch? Finanzierbar? Fühlt's sich richtig an? Falls ja: probieren!

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