Künstliche Befruchtung: Erfolgschance steigt

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Neue IVF-Methode: Augment

Zain Rajani wurde mithilfe des Augment-Verfahrens geboren. Ein Verfahren, das die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung steigen lässt.

Zain Rajani ist erst 22 Tage alt und schon eine kleine Sensation. Er ist der erste Junge, der mithilfe des Augment-Verfahrens auf die Welt gekommen ist. Ein Verfahren, das die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung um 20 Prozent steigen lässt.

Die Erfolgschance einer künstlichen Befruchtung liegt bei knapp 30 Prozent, bei der neuen Methode Augment bei 50 Prozent. Das Tolle: Die 50 %-ige Erfolgschance trifft selbst auf Frauen zu, die sich bereits einer oder mehreren In-vitro-Fertilisation unterzogen haben - so das Ergebnis einer klinische Studie der Bostoner Firma Ovascience.

Auch Natasha Rajani, Zains Mutter, hat sich vier Jahre lang den unterschiedlichsten Methoden der Kinderwunschbehandlung unterzogen - mehrere künstliche Befruchtungen inbegriffen. Als sie dann endlich schwanger wird, verliert sie ihr Kind nach wenigen Wochen. Erst mit der Augment Methode kann die junge Frau ihr ungeborenes Kind behalten und einen gesunden Jungen zur Welt bringen. "Keine Zellkultur kann die Qualität schlechter Eizellen ausgleichen. Wir haben Patienten, die weder auf natürlichem Wege noch durch eine künstliche Befruchtung schwanger werden. Und dann plötzlich klappt es bei uns - mit der Augment-Methode", so Tilly, Vorsitzender der Northeastern Universität.

Der große Vorteil der Augment-Methode

Bei der Augment-Methode werden nicht nur die Eizellen, sondern auch 1-2 Millimeter kleine Stücke von der Eistockoberfläche entnommen. Aus diesen kleinen Stücken werden unreife Vorläuferzellen herausgeschnitten, die mit ganz besonderen Eigenschaften ausgestattet sind. Diese Mitochondrien sind wahre Energiebomben und können in alte, sehr reife Eizellen gespritzt werden. Das Ergebnis: Junge und dynamische Eizellen, wie gewohnt befruchtet und in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Und warum ist die Erfolgchance bei dieser Methode der künstlichen Befruchtung größer als bei der geläufigen Methode? Weil die Eizellen von der Mutter selbst kommen. Und nicht in einem Reagenzglas gezüchtet oder mit Fremdkörpern versetzt werden.

"Zain soll ein Symbol für all die Paare sein, die mit einem unerfüllten Kinderwunsch zu kämpfen haben", so Natasha Rajani. "Ja, der Weg ist lang und kräftezehrend, aber da ist ein Licht am Ende des Tunnels - und das Licht ist in unserem Fall Zain."

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