HeiratenKurzfristige Hochzeits-Absage: Darf das Brautpaar dem Gast eine Rechnung schicken?

Eine Hochzeit ist teuer: Ist es ok, Gästen, die kurz vorher absagen, eine Rechnung zu schicken?
Eine Hochzeit ist teuer: Ist es ok, Gästen, die kurz vorher absagen, eine Rechnung zu schicken? Diese Braut hat sich das getraut ...
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Inhalt
  1. So teuer ist eine Hochzeit
  2. Diese Braut hat nach der Absage eine Rechnung geschickt
  3. So tut die Absage weniger weh

Ist es ok, einem Hochzeits-Gast eine Rechnung zu schicken, wenn er ganz kurz vor der Hochzeitsfeier absagt? Diese Braut hat das getan.

So teuer ist eine Hochzeit

Eine Hochzeit ist wahnsinnig teuer. In deutschen Großstädten wie Hamburg oder München zahlt ein heiratswilliges Paar ab 120 Euro aufwärts pro Gast. Bei 50 Gästen sind das mal eben mindestens 6000 Euro – und da sind Kleid, Anzug, DJ, Fotograf und Deko noch lange nicht mit drin!

Dementsprechend schmerzhaft ist es, wenn Gäste so kurz vor der Hochzeit absagen, dass das Paar keine Chance mehr hat, die Bestellung für die jeweilige Person zu stornieren.

Solche kurzfristigen Absagen tun richtig weh, aus emotionalen Gründen, aber ganz klar auch aus finanziellen Gründen. Insofern ist es durchaus verständlich, dass manches Brautpaar sich bei Absagen fragt:

Ist es eigentlich ok, dem Doch-nicht-Gast die Kosten für ihn in Rechnung zu stellen?

Diese Braut hat nach der Absage eine Rechnung geschickt

Eine Braut aus dem US-Bundesstaat Minnesota hat diese Frage mit „Ja“ beantwortet. Sie schickte einer Freundin, die kurz vor ihrer Hochzeit absagte, weil sie keinen Babysitter finden konnte, nachher eine dicke Rechnung. 66 Euro sollte Jessica Baker zahlen. Inklusive Steuern. „Ich dachte erst, das wäre ein Scherz“, sagte Jessica Baker in einem Interview. War es aber nicht. Die Freundschaft der beiden ging durch diesen Vorfall natürlich in die Brüche.

In Deutschland würden wohl die meisten Brautpaare auf eine derartige Aktion verzichten, um nicht als kleinlich und geizig dazustehen. Doch insgeheim wird sich so manches frischvermählte Paar sehr ärgern, über Gäste, die sie kurzfristig haben hängen lassen.

 

Na klar, es gibt durchaus triftige Gründe für so eine Absage. Krankes Kind oder selber krank gehören dazu.

So tut die Absage weniger weh

Doch was auch immer der Grund ist: Wenn ich eine Hochzeit unter einer Woche vor dem Termin absage, ist es definitiv ein feiner Zug, dem Brautpaar die Übernahme der Kosten für sich anzubieten.

Mit so einem freundlichen Angebot tut die Absage deutlich weniger weh und das Brautpaar kommt sich nicht ganz so blöd vor. So ein Angebot erhöht auch deutlich die Chancen für ein Fortbestehen der Freundschaft trotz verpasster Hochzeit.

Die meisten Paare werden auf eine Annahme des Angebotes wahrscheinlich verzichten, aber sich ganz sicher darüber freuen, dass der Gast sich offenbar Gedanken darum gemacht hat, wie ärgerlich seine Absage für das Brautpaar ist. Und wer weiß, vielleicht folgt etwas später die Einladung zur Feier des ersten Hochzeitstages?

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