Lacke und Lasuren im Überblick

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Foto: Wohnidee

Der richtige Anstrich für jede Oberfläche

Deckend lackierte Oberflächen oder lieber eine lasierte Fläche mit durchscheinender Maserung? Unsere Tipps helfen bei der Entscheidung.

Wer im Farbregal zum richtigen Produkt greifen will, muss vorher wissen, welche Anforderungen er an den Anstrich stellt. Denn es gibt optisch und funktional große Unterschiede zwischen den Anstrichmitteln.

Acryl-Lacke haben viele Vorteile. Sie sind innen wie außen verwendbar, extrem lichtecht und verfärben sich nicht. Durch ihre gute Elastizität machen sie Bewegungen z.B. von Holzuntergründen sehr gut mit. Sie verspröden sie nicht und platzen nicht ab. Deshalb sind sie anderen Systemen in puncto Langlebigkeit deutlich überlegen.

Kunstharz-Lacke, oft auch als Buntlacke bezeichnet, gibt es wesentlich länger als Acryllacke. Sie werden bis heute mit Terpentinersatz oder Universalverdünnung verdünnt und „stinken“ bei der Verarbeitung. Dafür sind sie belastbar sowie schlag- und stoßfest. Allerdings werden sie leicht spröde und verblassen bereits nach wenigen Jahren.

Viele Lacke haben einen Lösemittel-Anteil von mehr als 50 %. Sie wird es bald nicht mehr geben. Denn nach der EU-weit geltenden Deco-Paint-Richtlinie dürfen ab 1.1.2007 nur noch weniger als 40 % Lösemittel enthalten sein und ab 1.1.2010 weniger als 35 %.

Welche Lasur für welchen Zweck?

Während man nahezu jeden Untergrund lackieren kann, werden Lasuren überwiegend für Holz verwendet. Es wird zwischen Dünn- und Dickschicht-Lasuren unterschieden.

Dünnschicht-Lasuren setzt man hauptsächlich im Innenbereich ein. Sie sind mit Wasser verdünnbar und transparent, das heißt, die Maserung des Holzes bleibt sichtbar. Die Lasur zieht vollständig ein, es bleibt kein sichtbarer Film zurück. Dickschicht-Lasuren eignen sich gut für Außenanstriche, z. B. für Holzfenster. Mit dem Auftrag entsteht ein kräftiger Film, der die Maserung deutlich erkennen und die Feuchtigkeit aus dem Holz austreten lässt.

Die Pluspunkte für Acryl-Lacke:

  • Man kann sie mit Wasser verdünnen und Pinsel sowie Rollen mit Wasser reinigen – das gehört dann allerdings nicht mehr ins Abwasser
  • Sie sind extrem lichtecht, die Farben be-halten dauerhaft ihren Originalton
  • Sie haben eine hohe Elastizität, reißen nicht und blättern nicht ab
  • Sie enthalten maximal 10 % Lösemittel
  • Sie tragen häufig das Umweltsiegel „Blauer Engel“
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