Nissen oder SchuppenLäuse und Nissen: Daran erkennst und so bekämpfst du sie

Läuse und Nissen: Daran erkennst und so bekämpfst du sie
Hast du Nissen auf deinem Kopf entdeckt?
Foto: iStock
Inhalt
  1. Nissen oder Schuppen?
  2. Wie bekomme ich Läuse?
  3. Woran merke ich, dass ich Läuse habe?
  4. Wie behandel ich Läuse am besten?
  5. Diese Hausmittel helfen gegen Läuse

Sind das Schuppen oder etwas anderes? Wenn du dir diese Frage stellst, solltest du ganz genau hinschauen - es könnte sich um Läuse handeln

Hast du in letzter Zeit seltsame Schuppen auf deinem Kopf entdeckt? Sie lassen sich nicht richtig entfernen und kleben am Haar? Dann hast du höchstwahrscheinlich Nissen in deinem Haar entdeckt. Nissen sind die Eier, die Läuse in dein Haar gelegt haben. Vor allem Kinder haben häufig Läuse aus der Kita oder Schule.

 

Nissen oder Schuppen?

Auf den ersten Blick können Nissen aussehen wie Schuppen. Doch bei näherem Hinsehen wird schnell klar: Nissen lassen sich nicht aus dem Haar entfernen. Außerdem haben Nissen eine charakteristische Form. Sie sind länglich, rund 0,8 Millimeter groß und kleben fest am Haar. Läuse legen ihre Eier am liebsten hinter die Ohren und in den Nacken.

 

Wie bekomme ich Läuse?

Egal, ob Kopf-, Filz- oder Kleiderläuse: Alle Arten können bei engem Kontakt übertragen werden. Das heißt sie springen nicht von Mensch zu Mensch. Schmusen oder Umarmen sorgt für die Übertragung. Läuse können ohne Wirt nur knapp drei Tage überleben. Das heißt, die Übertragung von einem Gegenstand zu einem Wirt ist eher unwahrscheinlich. Kleidungsstücke und Kuscheltiere bilden eine Ausnahme. Über diese können Läuse den Wirt wechseln.

 

Woran merke ich, dass ich Läuse habe?

  • Kopfläuse verursachen schon kurz, nachdem sie den Kopf bevölkert haben, Juckreiz und rote Stellen. Durch das Kratzen beginnt die Kopfhaut zu bluten und Infektionen können sich bilden. Schmerzlos sind die Nissen. Durch diese kann man den Läusebefall allerdings diagnostizieren.
  • Filzläuse verursachen meistens erst Beschwerden, wenn sie sich stark vermehrt haben. Betroffene haben Juckreiz und sehen an ihrer Unterwäsche die rostroten Ausscheidungen der Läuse. Außerdem fallen die kleinen Bissverletzungen auf. Wo eine Filzlaus zubeißt, entstehen blau-graue Flecken.
  • Kleidungsläuse beißen meist da zu, wo die Haut Berührungspunkte mit der Kleidung hat. Es entstehen quaddelige Bisse, die jucken können.
 

Wie behandel ich Läuse am besten?

In jeder Apotheke gibt es spezielle Shampoos und Mittel, die Läuse und deren Eier töten. Zu den Wirkstoffen gehören Permethrin (Infectopedicul), Pyrethrum (Goldgeist Forte) sowie Allethrin, das in Sprühform als Jacutin Pedicul Spray. Diese Mittel sind zuverlässig. Die Nissen können mit einem engzinkigen Kamm ausgekämmt werden. Das Robert Koch Institut rät dazu diese Behandlung nach circa acht Tagen zu wiederholen.

Außerdem sollte die Schule oder Kita informiert werden, damit die Kinder sich nicht gegenseitig wieder anstecken. Eine Meldepflicht gibt es nicht, wer aber möchte, dass der Läusebefall eingedämmt wird, sollte Bescheid sagen.

Panik beim Putzen ist nicht nötig. Wichtig ist es Bettwäsche, Jacken und Mützen bei 60 Grad zu waschen. Man kann die Wäsche auch drei Tage in einem Beutel ins Gefrierfach legen. Danach sind alle eventuellen Läuse tot.

 

Diese Hausmittel helfen gegen Läuse

Mayonnaise

Sowohl selbstgemachte wie auch im Supermarkt gekaufte Mayonnaise hilft gegen Läuse, Nissen und auch deren Eier. So kannst du die fiesen Viecher loswerden: Massiere die Mayonnaise in die Haare ein und lasse sie zwei Stunden unter einer Duschkappe einwirken. Dann wäschst du die Mayo aus und kämmst die Haare gründlich durch, um die Tiere zu entfernen.

Essig und Öl

Auch ein beliebtes Hausmittel gegen Läuse ist eine Mischung aus Essig und Öl. Mische beides zu gleichen Teilen und verteile den Mix dann auf der Kopfhaut. Massiere alles ein und lasse es 20 Minuten unter einem Handtuch einwirken. Danach kannst du die Haare ganz normal auswaschen. Sollten nach der ersten Behandlung noch Tierchen übrig sein, einfach alles noch einmal wiederholen.

Zwiebel

Für diese Behandlung brauchst du nicht die ganze Zwiebel, sondern nur ihren Saft beziehungsweise den Saft von 1-2 Zwiebeln. Diesen Saft trägst du auf die Kopfhaut auf. Er muss vier Stunden einwirken, bevor er ausgewaschen werden kann. In diesem Fall sind es die Bitterstoffe der Zwiebel, die gegen die Krabbeltierchen wirken.

Teebaumöl

Das ursprünglich aus Australien stammende Teebaumöl ist ein beliebtes Hausmittel bei verschiedensten Beschwerden, so auch bei Nissen und Läusen. Am besten wirkt es in Kombination mit Olivenöl. Mixe für eine wirksame Antiläusekur vier Teelöffel Olivenöl mit einem Teelöffel Teebaumöl und trage dann diese Mischung wiederum auf den Kopf auf. Dann massierst du die Flüssigkeit ein. Nach 15 Minuten die Haare erst durchkämmen und dann ausspülen.

Backpulver

Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Backpulver zur Bekämpfung von Läusen zu nutzen. Tummeln sich nur wenige Tierchen auf dem Kopf, reicht es schon etwas Backpulver in warmem Wasser aufzulösen und dann den Kamm in die Flüssigkeit zu tauchen. Anschließend werden die Haare gekämmt. Ist der Läusebefall stärker, kannst du die Lösung aus Backpulver und Wasser auch direkt auf der Kopfhaut verteilen. Spüle sie nach zehn Minuten wieder aus.

Video: Das kannst du tun, wenn du doch Schuppen hast

 

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