Landliebe pur: Ein Bauerngarten zum Verlieben

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Schattenspender: „An heißen Tagen kann man es hier besonders gut aushalten“, erklärt Elke und deutet auf die fein dekorierte Rundbank unter einem alten Apfelbaum.
Foto: Deco&style Experts Text Anne-Kristin Kastens/ Elke Moll

Im Herzen der Lüneburger Heide

Zu Gast bei Elke Moll: Im Herzen der Lüneburger Heide hat die Initiatorin des Tags der „offenen Gartenpforte“ ein romantisches Paradies gestaltet.

Wenn sie sät, pflanzt und gräbt, fühlt sie sich geerdet. Ihre Leidenschaft für Blumen und Pflanzarbeit steht Elke Moll (55) ins glückliche Gesicht geschrieben, als wir sie in ihrem Traumgarten nahe Lüneburg besuchen.

Umgeben von Wäldern, Feldern und malerischen Heidelandschaften lebt sie hier mit ihrem Mann Christian und der Alpenländischen Dachsbracke Espe. „Ich bin naturverbunden aufgewachsen und habe immer von einem großen Garten geträumt“, gesteht die gelernte Schaufensterdekorateurin.

Als es das Paar dann vor 23 Jahren in die Heide verschlug, war klar: Der Lebensmittelpunkt sollte auf dem Lande sein. Im Ort Eyendorf wurden sie schließlich fündig und kauften das ca. 1700 Quadratmeter große Grundstück mit Rotklinkerhaus.

Abwechslung: Um große Grünflächen zu unterbrechen, hat Elke Inselbeete angelegt. Sie lockern das Gesamtbild auf, ohne dem Garten die Weite zu nehmen.

Aus dem Süden: Ideal als Unterpflanzung für prächtige Raubritter-Rosen: buschig wachsender Lavendel .

Mit Vergnügen: „Natürlich bedeutet ein Garten Arbeit. Aber zu sehen, wie alles wächst und gedeiht, entschädigt für alle Mühen“, schwärmt die Naturfreundin.

Von zahlreichen Reisen – unter anderem nach England – inspiriert, ließ Elke von nun an ihrer Fantasie freien Lauf. Sie gestaltete ihre grüne Oase mit unzähligen Rosensorten , Formschnittgehölzen und typischen Landgartenpflanzen wie Lavendel, Mohn und Wicken. Damit nicht genug: Neben all den Blühpflanzen gibt es einen ca. 150 Quadratmeter großen Nutzgarten und viele naturnahe Bereiche mit Gräsern und Büschen.

Zweite Chance: Als der große Apfelbaum einging, brachte Elke es nicht übers Herz, ihn zu fällen. Stattdessen pflanzte sie eine weißblühende Kletterrose an, die ihm nun eine neue Krone verleiht

Ebenfalls aus England stammt die Idee zur „offenen Gartenpforte“, die sie gemeinsam mit der Baumschule Pantelmann vor ca. 15 Jahren in die Region Salzhausen holte. Seitdem öffnen ca. 16 verschiedene Privatgärten rund um Eyendorf an einem Sonntag im Juni interessierten Besuchern ihre Pforten.

Platz an der Sonne: Die einladende Holzbank neben der Eingangstür ist ein beliebter Treffpunkt für einen Plausch mit Nachbarn oder dem Postboten.

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