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Alles für die Frau

So klappt`s mit der Patchwork-Familie

Alles für die Frau,

Immer mehr Kinder wachsen in Stief−Familien auf. Da braucht es Geschick, bis alle sich gut vertragen.

In Deutschland gibt es heute rund zehn Millionen Patchwork−Familien. Da müssen sich Stiefkinder an Stiefeltern gewöhnen und Stiefgeschwister sich mit Halbgeschwistern vertragen. Nicht einfach das Ganze, aber machbar.

Es braucht seine Zeit

Eine Ehe ist gescheitert. Und dann hat sich die geschiedene Frau in einen neuen Mann verliebt und möchte eine neue Familie aufbauen. Aber so groß die Sehnsucht nacheinander auch ist, das neue Paar − nennen wir es Sabine und Georg − muss Geduld haben.

Grund: Die Kinder haben sich den neuen Papi nicht ausgesucht. Sie wollen gar keine neue Familie. Sie wollen am liebsten ihre alte Familie zurückhaben. Deshalb raten alle Experten: Sabine und Georg müssen sich auf einige Konflikte einstellen. Es wird muffige Kindergesichter geben, vielleicht sogar offene Ablehnung. Trotz und schlechte Laune müssen miteingeplant und kleine Frechheiten ab und zu übersehen werden. Wer so tolerant sein kann, hat den ersten Schritt getan.

Der zweite Konflikt: Nicht jeder Ex−Partner freut sich über das neue Glück. Sabines Ex−Mann Arne zum Beispiel gefällt es nicht, dass seine Kinder nun mit Georg zusammenleben sollen. Solche Streitigkeiten sollten aber jetzt spätestens ausgeräumt werden. Experten sagen: Eltern dürfen Kinder nicht in Loyalitätskonflikte bringen. Sie haben natürlich ihren leiblichen Vater lieb. Aber sie müssen auch ihren neuen Stiefvater gern haben dürfen, ohne des wegen Ärger zu bekommen. Arne und Georg sollten sich zusammensetzen und gemeinsam beraten, was für die Kinder am besten ist.

Zusammen haben die Männer mit Sabine dann auch Folgendes beschlossen: Das alte Familienhaus wird aufgegeben. Die neue Patchwork−Familie zieht um. Eine gute Entscheidung, sagen auch Experten. Im alten Haus sind nämlich alle Territorien schon fest verteilt. Georg hätte sich als Eindringling gefühlt, der sich in ein gemachtes Nest setzt. Meist ist es deshalb besser, einen Neuanfang zu machen, auch wenn ein Umzug erst mal Mühe und Geld kostet.

Im neuen Patchwork−Haushalt herrschen einige Regeln, die befolgt werden müssen. Und natürlich weist Georg die Kinder auch mal zurecht, obwohl es nicht seine sind. Das ist völlig o. k., das sollte auch so sein. Aber wenn es um weit reichende Entscheidungen geht, etwa die Wahl der Schule oder um die Verwendung von Ersparnissen, dann hält sich Georg zurück. Diese Entscheidungen müssen die leiblichen Eltern − also Sabine und Arne treffen.

Es ist zwar nicht einfach, in einer Patchwork−Familie zu leben, aber es hat Vorteile. Plötzlich ist der Familienkreis riesengroß. Und wenn sich an Weihnachten oder an Geburtstagen sämtliche Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen treffen, hat das echten Event−Charakter! Besonders die Kinder werden es lieben.

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