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Südafrika – Picknick mit Pinguinen

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Beim südafrikanischen Kapstadt denken wir an den Tafelberg und guten Wein. Weniger an Pinguine am Strand.

Erwischt! Als ich aus dem Wasser komme, sehe ich den Dieb schon von Weitem: Ein Brillenpinguin durchstöbert frech meinen Picknickkorb. Ich versuche, ihn zu verscheuchen, aber er legt nur den Kopf schräg und schaut mich erwartungsvoll an. Fünf Minuten halte ich seinen Knopfaugen stand. Dann gebe ich auf – und überlasse ihm den Fisch von meinem Sandwich. Der Strand von Boulders, einem kleinen Vorort südlich von Kapstadt, liegt in einer der schönsten Buchten rund ums Kap – eingerahmt von rosa schimmernden Granitfelsen, weißem Sand und türkisfarbenem Meer. Mit seinem seichten Wasser ist der Strand ideal Die Gegend um Kapstadt ist heute ein weltberühmtes Weinanbaugebiet. Herz der Weinfarmen ist oft ein altes Herren haus Nachspeise: malaysische Creme mit Kapstachelbeeren, Blaubeeren und Kiwis für Kinder – und 2.500 neugierige Brillenpinguine. Und nicht nur Pinguine kann man in Südafrika in freier Wildbahn er leben: "Jetzt im November ist die beste Zeit, um vor der Küste Wale zu beobachten", sagt Fritz, der in Kapstadt eine gemütliche Pension führt.

In Hermanus, einem kleinen Ort an der so genannten Garden Route, sieht man die Wale angeblich schon von den Klippen aus. Das klingt so verlockend, dass ich nach dem Frühstück die zwei Stunden nach Hermanus fahre. Dort streift mir der Wind eisig um die Beine. Im Gegensatz zu den warmen 25 Grad in Kapstadt sind es hier nur noch 13 Grad. Bibbernd klettere ich auf die Klippen und halte Ausschau. Es dauert einige Zeit, aber dann höre ich ein tiefes Brummen: Wie ein graues U-Boot taucht vor mir eine Wal-Mutter mit ihrem Jungen auf. Nur 50 Meter von mir entfernt! Hektisch knipse ich 28 Fotos: Wal taucht auf, Wal bläst Fontäne, Wal taucht unter – durch den Sucher meiner Kamera wirkt das Auf und Ab des grauen Riesen wie Daumenkino.

Überwältigt fahre ich bei Sonnenuntergang nach Kapstadt zurück und kehre bei "Mama Africa" ein: In dem Restaurant in der Long Street kann man das Beste aus Afrikas Küche probieren: Couscous- und Curry- Gerichte, Grillplatten mit zartem Straußen fi let, Bananen- Dessert und Pudding mit Kokosnuss. Köstlich. Das versichere ich auch der netten Servicekraft. Ein Fehler! Denn kaum hört sie mein Lob, verschwindet sie und kehrt mit einer Platte Straußenfilets zurück. Ungläubig starre ich auf den Teller. „Fühl dich eingeladen“, sagt sie strahlend. Ich bin pappsatt, aber die Platte zu ignorieren wäre unhöflich. Also bestelle ich mir noch ein Glas Wein und genieße die Gastfreundschaft bei "Mama Africa".

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