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Warum spielt der Sommer verrückt?

Wunderweib,

Hitzekatastrophe in Griechenland - Dauerregen in Deutschland

Das Wetter spinnt. Während wir durch Pfützen stapfen, herrscht in unseren Nachbarländern unerträgliche Gluthitze. Wir haben einen Wetter-Experten gefragt, warum dieser Sommer verrückt spielt...

Jeden Tag das gleiche Bild: Regen, Regen, Regen. Gummistiefel statt Flip-Flops, heißer Tee statt Eiscreme. Irgendwas läuft in diesem Jahr gewaltig falsch. Es ist Juli - HOCHSOMMER !

Doch beim Blick in die Pfütze bekommen wir eher Herbstgefühle...

WUNDERWEIB.de hat nachgefragt. Diplom-Meteorologe Dominik Jung (34) von wetter.net aus Wiesbaden ist Wetter-Experte. Unsere Aufregung konnte er nicht so recht verstehen.

„Rein statisch gesehen ist dieser Sommer so normal wie seit langem nicht mehr: weder zu heiß, noch zu kalt. Weder zu nass, noch zu trocken. 2011 war deutlich verregneter“, erklärte er im Gespräch mit WUNDERWEIB.de.

„Zugegeben: Die Statistik interessiert die meisten Menschen recht wenig. Gefühlt ist der Sommer einfach mies. Das liegt daran, dass es in diesem Jahr besonders wechselhaft ist. Da scheint mal zwei, drei Stunden die Sonne – und gleich zieht es sich auch schon wieder zu und es schüttet wie aus Eimern.“

Es ist ein Sommer der Extreme.

Während wir im Regen sitzen, herrschen andernorts Trockenheits- und Hitzekatastrophen. Die USA beispielsweise werden derzeit von der schwersten Dürre seit 25 Jahren heimgesucht. Seit Wochen brennt vor allem im Mittleren Westen die Sonne vom Himmel und vernichtet einen Großteil der Ernte.

Schlimmer noch hat es mehrere Urlaubsregionen in Südeuropa getroffen:

Auf Mallorca, Teneriffa, Sardinien und Portugal brennen die Wälder – mehrere tausend Hektar sind bereits den Flammen zum Opfer gefallen. Die Temperaturen liegen dort derzeit täglich bei über 35 Grad – und erschweren die Löscharbeiten zusätzlich.

Gestern erreichte die Flammenhölle nun auch Griechenland. In einigen Regionen wurde bereits der Notstand ausgerufen. Starker Wind, extreme Trockenheit und eine Gluthitze um 36 Grad: Dieses teuflische Dreiergespann macht die Löscharbeiten fast unmöglich.

Während unsere Nachbarländer gegen die Naturgewalten kämpfen, gibt es in Deutschland derzeit nur eine Wetterlage: bewölkt, stürmisch, regnerisch - kalt.

Wetter-Experte Dominik Jung erklärt das so: „Die Kaltlufteinbrüche aus Nordwesten treffen fast immer genau Deutschland. Somit ist das miese Wetter oft bei uns zu Gast. Dieses Jahr haben wir einfach Pech! Zum Vergleich: Unsere Nachbarn in Österreich hatten den drittheißesten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!“

Aber auch hierzulande hat der Dauerregen bald ein Ende: „Ab dem Wochenende wird es langsam trockener. Am Montag haben wir endlich mal wieder ein Hoch über uns. Es wird uns das erste Mal seit Wochen wieder ganz Deutschland sonniges und trockenes Wetter bescheren“, verspricht Dominik Jung. „Zu verdanken haben wir das übrigens den Griechen. Das Hoch trägt den Namen Xerxes.“

Dann kann man ja nur hoffen, dass unsere südeuropäischen Nachbarn etwas von unseren Regenwolken abbekommen, die sie so dringend brauchen würden. Aber bekanntermaßen macht das Wetter ja nicht nur im April, was es will…

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