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Wie viel Computer ist gut für mein Kind?

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Super Nanny Katharina Saalfrank sagt, worauf Eltern achten sollten.

Reden, Freunde treffen, spielen - aber nur im Netz: Für viele Kinder und Jugendliche ist der PC eine tolle Freizeitbeschäftigung. Doch der Übergang vom harmlosen Spiel zum exzessiven Konsum ist oft fließend. Von knapp 600 000 Computersüchtigen im Teenager-Alter spricht die Berliner Charité. Dabei ist Computerspielen nicht grundsätzlich ein Übel. Wer regelmäßig durch den Garten tobt, verträgt auch ein spannendes Spiel am PC. Dipl.-Pädagogin und Super Nanny Katharina Saalfrank verrät, worauf Eltern achten sollten.

Woran merke ich, dass mein Kind mehr in der virtuellen Welt zu Hause ist?

"Das ist eigentlich nicht so schwer zu merken. Voraussetzung ist, dass Sie zum Beispiel wissen, wie oft, wie lange und mit was sich Ihr Kind am Computer beschäftigt. Zieht Ihr Kind sich zurück, trifft es sich nicht mehr mit Freunden in der ,echten' Welt, dann können das Signale für die Flucht in die virtuelle Welt sein."

Wie viele Stunden PC am Tag sind okay?

Maximal eine halbe Stunde pro Tag, lautet eine weit verbreitete Empfehlung, doch die ist zu starr, findet Katharina Saalfrank. "Das lässt sich pauschal nicht beantworten, weil es davon abhängt, wie alt die Kinder sind und was am PC gemacht wird. Jedenfalls sollten Sie den Kontakt als Eltern zu Ihren Kindern nicht verlieren und die PC-Nutzung mitbegleiten."

Übrigens: Fast jeder sechste Junge sitzt täglich länger als viereinhalb Stunden vor dem PC. Das ist nur ein Ergebnis der größten deutschen Jugendstudie zur Nutzung von Computerspielen.

Wann spricht man eigentlich von Computersucht?

"Ich würde von einer Computersucht sprechen, wenn der zwanghafte Drang besteht, sich täglich stundenlang mit dem PC zu beschäftigen. Hinzu kommt häufig, dass die Betroffenen keine soziale Wirklichkeit mehr haben, keine Freunde, und der Computer zum einzigen Lebensinhalt wird."

Machen Gewaltspiele wirklich aggressiv?

"Es gibt bestimmte Spiele, die dazu führen können, dass die virtuelle Welt mit der realen Welt verschmilzt und eine Abstumpfung erfolgt. Man kann sicher nicht sagen, dass Gewaltspiele immer und jeden aggressiv machen. Ich persönlich jedoch lehne jede Form von ,Killerspielen' ab", so die Pädagogin.

Auf die Frage, was sie an Gewaltspielen so faszinierend fänden, gaben jugendliche Online-Spieler den Suchtforschern der Studie zu Protokoll: "Dort habe ich das Gefühl, ich kann Entscheidungen treffen, ich habe Macht."

Soll ich meinem Kind den PC verbieten?

"Einfach nur Verbote auszusprechen, ist immer schwierig. Davon halte ich nichts. Auch Strafen und Sanktionen verhärten eher die Beziehung zwischen Eltern und Kindern", sagt die Super Nanny.

Was kann ich sonst noch tun?

Eltern sollten mit den Kindern gemeinsam Vereinbarungen treffen: erst Hausaufgaben und Sport, dann der Computer. Die Beschäftigung mit dem PC wirkt sich auch positiv aus. So zeigen Studien, dass sich die Feinmotorik der Kinder verbessert und es für ihre Entwicklung förderlich ist, wenn sie einen Teil ihrer Freizeit mit interaktiven Spielen verbringen.

Sind auch Mädchen gefährdet?

Für Katharina Saalfrank gibt es keinen Unterschied: "Mädchen sind ebenfalls gerne am PC." Laut der Jugendstudie legen junge Mädchen und Jungen aber inhaltlich andere Verhaltensweisen an den Tag. Während junge Frauen sich vor allem für Chats und Shopping interessieren, zieht es männliche Internetnutzer zu Actionspielen. Jungen, die an Online-Rollenspielen teilnehmen, zeigen die stärksten Verhaltensauffälligkeiten...

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