Lebensmittel-Lüge: Alaska-Seelachs ist gar kein Lachs!

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Foto: Sasha Radosavljevic / iStock

Sie glauben, Sie essen Lachs - dabei essen Sie einen ganz anderen Fisch

Die Deutschen lieben Lachs. Es ist der beliebteste Fisch auf unseren Esstischen. Doch wer Alaska-Seelachs kauft, isst gar keinen Lachs!

Dass in der Lebensmittel-Industrie viel gefeilscht wird und es viele Ungerechtigkeiten gibt, überrascht eigentlich niemanden mehr. Doch so direkt getäuscht zu werden, hätten wir auch nicht gedacht!

Mögen Sie gerne Lachs? Am liebsten den Alaska-Seelachs, der so schön mild schmeckt?

Damit sind Sie nicht allein. Alaska-Seelachs war 2013 mit einem Anteil von 22,3 Prozent am gesamten Fischkonsum in Deutschland der am meisten verzehrte Fisch. Doch wussten Sie, dass Sie, wenn Sie Alaska-Seelachs, bzw. Seelachs im Allgemeinen, essen, gar keinen Lachs zu sich nehmen?

Tatsächlich handelt es sich bei Alaska-Seelachs um den Pazifischen Pollack, der zur Familie der Dorsche gehört! Im Handel wird er nur unter dem Namen "Alaska-Seelachs" verkauft, obwohl er gar nicht zu den Lachsen gehört.

Der "Alaska-Seelachs" ist eine reine Erfindung der Lebensmittelindustrie aus den 1980er Jahren, um den Pazifischen Pollack, der meist in Fischstäbchen verwendet wird, besser vermarkten zu können.

Allerdings hat der Alaska-Seelachs ein großes Manko, weshalb man ihn eigentlich gleich als falschen Lachs identifizieren könnte: er ist weiß und nicht lachsrot! Denn Dorsche fressen keine Krebstierchen, so wie es der Lachs tut, und nehmen daher auf natürlichem Weg keine roten Farbstoffe auf.

Darum wird er oftmals einfach mit dem Farbstoff Cochenillerot A gefärbt. Und dieser Farbstoff ist nicht ungefährlich: in Norwegen, Finnland oder den USA wird er zum Beispiel als gesundheitsgefährdend und potenziell krebserregend eingestuft, in den USA ist der Farbstoff deswegen sogar in Lebensmitteln verboten.

In Europa ist der Farbstoff in Lebensmitteln noch zugelassen, allerdings müssen Warnhinweise auf den Produkten stehen: "Kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen."

Darum schauen Sie sich beim nächsten Fischkauf die Verpackung ganz genau an.

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