Lebensmittelvergiftung: Schützen Sie sich!

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Vor allem im Sommer wird eine Lebensmittelvergiftung zur großen Gefahr: Es dauert nur drei Stunden, bis aus zehn Salmonellen 5 000 geworden sind.
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Verdorbene Lebensmittel

200 000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen werden jährlich registriert. Warum es nicht reicht, auf Fisch und Eier zu verzichten. Die Gefahren sind andere.

Wir sehen und schmecken sie nicht - doch wenige Stunden nach dem Verzehr, machen sie mit schmerzhatfen Bauchschmerzen auf sich aufmerksam: gefährliche Bakterien. Normalerweise ist unser Immunsystem in der Lage, feindliche Mikroorganismen abzuwehren. Doch wenn Tausende von Erregern über das Essen in den Körper eindringen, hat unsere Abwehr keine Chance - vor allem im Sommer wird eine Lebensmittelvergiftung zur großen Gefahr.

200 000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen registriert das Robert-Koch-Institut jährlich, die Dunkelziffer liegt bis zu 20-mal höher. Halten die Beschwerden wie Durchfall , Erbrechen und Bauchkrämpfe länger als zwei Tage an, kommen Fieber, Blut im Stuhl, Kopf- und Gliederschmerzen dazu - unbedingt zum Arzt! Im schlimmsten Fall führt eine Lebensmittelvergiftung zu Nierenversagen und damit Lebensgefahr!

So schützen Sie sich vor einer Lebensmittelvergiftung

Beim Kauf von Fisch auf die Kühlkette achten

Wenn Sie frischen Fisch kaufen, transportieren Sie diesen unbedingt gekühlt. Entsprechende Trage-Taschen gibt es in jedem Supermarkt. Lagern Sie den Fisch im Kühlschrank unten auf der Glasplatte. Um mögliche Erreger abzutöten, muss er bei der Zubereitung mindestens zehn Minuten lang erhitzt werden.

Fleisch-Gerichte immer gut durchbraten

Vorsicht bei Mett-Brötchen und Tatar - ab 20 Grad können sich auf ihnen viele Bakterien verstecken. Deshalb in der warmen Jahreszeit lieber darauf verzichten und Fleisch nur gut durchgebraten essen. Hack vom Kühlschrank direkt in die Pfanne geben und nach der Zubereitung sofort verzehren.

Eier-Speisen nie lange in der Wärme stehen lassen

Für Nachtische nur Eier verwenden, die Sie vor maximal drei Tagen gekauft haben. Kalte Desserts, die aus rohen Eiern gemacht werden, wie zum Beispiel Tiramius, sind hochempfindlich gegenüber Wärme. Nicht länger als fünf Minuten auf den Tisch stellen. Danach sofort in den Kühlschrank.

Verpackte Pilze faulen oft unmerklich

Kaufen Sie keine in Plastik eingeschweißten Pilze. Denn Champignons und Co. faulen so schneller - was Sie aber häufig nicht mit bloßem Auge erkennen können. Dabei entstehen gefährliche Gift-Stoffe.

Achtung bei fertig abgepacktem Salat

Fertig-Salate im Handel und in Restaurants werden oft zu warm gelagert und nicht richtig gewaschen. Dann können sich zahlreiche gefährliche Bakterien auf ihnen ansammeln. Deshalb lieber Salat im Ganzen kaufen und selbst zubereiten. Zusatz-Tipp: Dressings mit Essig töten die meisten Keime ab und beugen einer Lebensmittelvergiftung vor.

Vorsicht bei Rohmilchkäse

Da bei Brie, Mozzarella und Co. die Milch nicht über 40 °C erhitzt wurde, können Listerien und EHEC-Bakterien überleben - besonders für Schwangere und Kleinkinder eine echte Gefahr.

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