Leiden Sie an einer Essstörung? Achten Sie auf diese Hinweise

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Wer auf jede einzelne Kalorie achtet, sollte sich Gedanken über sein Essverhalten machen.
Foto: Geo Rittenmyer/Corbis

Selbsttest

Den ganzen Tag achten Sie darauf, was Sie essen und versuchen, ja so wenige Kalorien wie möglich aufzunehmen? Das sind Anzeichen für eine Essstörung, die Sie ernst nehmen sollten. Mit unserem Test können Sie herausfinden, ob Sie zu sehr auf Ihre Ernährung achten.

Etwa zwei Drittel der Frauen hierzulande geben an, Probleme mit dem Essen zu haben. Damit es keine Missverständnisse gibt: Diese Frauen leiden nicht etwa alle unter Magersucht oder Bulimie; Krankheiten, die aber immerhin auch 3,5 Prozent der 18- bis 35-Jährigen betreffen. Diese Frauen sind einfach nur "ganz normal essgestört”. Immer darauf bedacht, nichts Fettes zu essen, ständig mit den Gedanken beim Kühlschrank.

Kommt Ihnen bekannt vor? Dann machen Sie unseren Test, denn wenn Sie außerdem eine oder mehrere der folgenden Verhaltensweisen an sich bemerkt haben - und zwar nicht nur ein paar Tage lang, sondern schon seit mehreren Monaten -, dann ist das ein deutlicher Hinweis dafür, dass Sie unter einer Essstörung leiden:

Macht Ihnen Essen Angst?

Sie fürchten sich ständig davor, zu viel zu essen und dadurch ihre Figur zu ruinieren. Sie kontrollieren Ihr Gewicht streng und ändern Ihr Essverhalten schon bei geringen Zunahmen. Ihre Parole: Schlank um jeden Preis.

Essen Sie gegen den Stress an?

Sie kompensieren Misserfolge und Enttäuschungen durch Essen - das berühmte Frustessen also. Vielleicht langen Sie auch zu, wenn es Ihnen besonders gut geht.

Beherrscht Essen Ihr Denken?

Sie sind von morgens bis abends damit beschäftigt, Kalorien zu zählen und Ihre Mahlzeiten und/oder Fitnesseinheiten zu planen. Anderes kommt deshalb zu kurz (z. B. Freunde). Auch der Sport kann zu viel Zeit einnehmen.

Leiden Sie unter einem Nahrungskontrollzwang?

Spontan etwas zu essen, weil Sie Lust darauf haben und es einfach nur genießen - das können Sie schon gar nicht mehr. Sie halten sich an Ihren persönlichen Diätplan und teilen Lebensmittel ganz genau ein: in erlaubte und verbotene.

Das Verheerende: Je mehr man versucht, Kontrolle über das Essen zu bekommen, desto unkontrollierbarer wird es. Wer immer probiert, besonders wenig zu essen und als Reaktion darauf viel zu viel isst, für den ist Nahrung irgendwann eine völlig unbekannte Größe. Und irgendwann verabschiedet sich das Hungergefühl ganz. An seinen Platz tritt eine undefinierbare Gier, eine Mischung aus Mini-Hunger und Monster-Appetit.

Egal ob Sie sich nur zu dick fühlen oder ob Sie tatsächlich ein bisschen zu dick sind: Ein gesundes und sinnliches Verhältnis zum Essen wiederzufinden lohnt sich in jedem Fall. Denn wer es hat, wird reich beschenkt: mit Wonne beim Essen, mit Gesundheit und mit einer Figur, die zu ihm passt. Keine Angst: Die wird nicht fett sein. Denn das ist kein Lebewesen von Natur aus - oder haben Sie schon mal einen übergewichtigen Fuchs gesehen?

Hilfe finden Sie bei ANAD und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung .

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