Leistenbruch

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Krankheitsbild

Leistenbruch: Definition, Ursachen und Symptome

Bei einem Leistenbruch (medizinisch: Hernia inguinalis) handelt es sich um eine Gewebeschwäche im Unterbauch. Doch wie entsteht ein Leistenbruch eigentlich? Die sehr empfindliche Leistengegend befindet sich auf beiden Seiten des Körpers zwischen Bauch und Oberschenkel und umschließt den Leistenkanal, durch den Nervenstränge, Lymphbahnen und beim Mann die Samenstränge verlaufen. Die Muskeln und Sehnen der Leisten sind im Alltag ständig gefordert. Deswegen kann es hier leicht zu einem Riss in der Bauchdecke kommen, dem sogenannten Leistenbruch. Oft sind Sportler von einem Leistenbruch betroffen oder Menschen, die schwer tragen und heben müssen. Auch Bindegewebsschwäche, chronisches Husten oder starkes Pressen bei chronischer Verstopfung zählen zu den möglichen Ursachen vom Leistenbruch.

Bei einem Leistenbruch drängen Eingeweide - zum Beispiel Teile des Darms - in die Leiste und führen zu Ausstülpungen. In schlimmen Fällen von Leistenbruch wird Gewebe eingeklemmt und stirbt ab. Dann droht eine lebensgefährliche Entzündung des Bauchfells. Daher ist bei einem schweren Leistenbruch eine sofortige notärztliche Behandlung ist notwendig. Ein Leistenbruch kann auch angeboren sein - Jungen sind hiervon viermal häufiger als Mädchen betroffen. Bei einem Leistenbruch treten Schmerzen auf, die bei Männern möglicherweise in den Hoden ausstrahlen. Im Laufe des Tages oder bei Anstrengungen können sie sich verstärken. Geht der Leistenbruch mit Einklemmungen von Eingeweiden einher, kommt es oft zu großen Beschwerden und Erbrechen.

Leistenbruch: Behandlung

Ein Leistenbruch sollte immer behandelt werden, denn auf Dauer kann er gefährliche Folgen haben. Durch eine Operation wird der Leistenbruch abgedichtet. Hierfür stehen herkömmliche sowie minimalinvasive, also besonders schonende Methoden zur Verfügung.

Leistenbruch: Vorbeugen und Selbsthilfe

Um einem Leistenbruch vorzubeugen, sollte man Übergewicht vermeiden. Außerdem ist es ratsam die Bauchmuskulatur zu trainieren und nicht schwer zu heben. Grundsätzlich ist es aber schwer, einem Leistenbruch vorzubeugen - besonders Menschen mit einer Bindegewebsschäche sind gefährdet.

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