Lesley-Anne Down sprach über ihre Brustkrebserkrankung

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Lesley-Anne Down im August 2009 bei den Emmy Awards
Foto: Getty Images

Der Fackeln im Sturm“-Star

Die furchtbare Nachricht erreichte „Fackeln im Sturm“-Star Lesley-Anne Down im Januar 2009: Brustkrebs! Ein Schock für die heute 56-Jährige. Wir sprachen mit ihr über die Krankheit.

Das neue Blatt: Wie geht es Ihnen inzwischen gesundheitlich?Lesley-Anne Down: Gut. Ich lasse mich halbjährig durchchecken, aber es ist alles unter Kontrolle.Sind sie zuvor regelmäßig zur Vorsorge gegangen?Lesley-Anne Down: Ja, so wie das jeder von uns ab 40 machen sollte, bin auch ich regelmäßig hingegangen. Eines Tages haben sie dennoch was gefunden.Liegt Krebs in Ihrer Familie?Lesley-Anne Down: Nein, gar nicht.Wie haben Sie von Ihrer Diagnose erfahren?Lesley-Anne Down: Es war furchtbar, aber ich wollte genau wissen, was in mir vorgeht. Ich war beim Dreh zu „Reich & Schön” und wusste, dass bei der Vorsorge-Untersuchung etwas gefunden wurde. Ich wollte dann den genauen Befund wissen und habe meine Ärztin angerufen. Ich habe es also am Telefon erfahren. Ich hatte dennoch Glück: Der Krebs hatte noch nicht gestreut.

Sie haben sich schnell dazu entschlossen, sich Ihre Brüste abnehmen zu lassen. Das muss ein harter Schritt gewesen sein!Lesley-Anne Down: Nicht wirklich. Ich lasse nicht zu, dass der Krebs mein Leben zerstört! Ich hatte die größte Angst vor der Chemotherapie. Zum Glück wurde der Tumor ja bei mir in einem frühen Stadium entdeckt. Ich hatte schon seit Jahren darüber nachgedacht, mir meine Brüste vorsorglich entfernen zu lassen. Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass Frauen das machen lassen.Schon während der OP wurden Ihnen neue Brüste geformt.Lesley-Anne-Down: Ich wollte keine Veränderungen, mein Sohn (George ist 12, Anm.) sollte möglichst nichts mitbekommen.Haben Sie nach dem Krebs-Schock psychologische Hilfe in Anspruch genommen?Lesley-Anne Down: Nein. Es war einfach meine Zeit, mit so etwas in meinem Leben umgehen zu müssen. Ich denke, es ist eine Einstellungssache, da durchzukommen.

Was raten sie Frauen, die ebenfalls an Brustkrebs leiden, damit umzugehen?Lesley-Anne Down: Forschung! Ärzte sind wie alle anderen Menschen, jeder ist anders und hat andere Vorstellungen wie man damit umgehen sollte. Man kann nicht die gleiche Formel auf jeden Menschen anwenden, jeder Mensch ist anders. Man sollte sich also immer selbst gut informieren, um zu wissen, welche Behandlungsmöglichkeiten man hat.Welche Erfahrung haben sie mit den Aerzten gemacht, die Sie letztlich behandelt haben?Lesley-Anne Down: Ich hatte ein brilliantes Team an Ärztinnen, einige davon kannte ich seit vielen Jahren. Ich habe verschiedene Äzte aufgesucht, um mir Behandlungsmöglichkeiten anzuhören, doch letztlich bin ich bei denen geblieben, die ich seit Jahren kenne und das ist gut so.Haben Sie es je bereut?Lesley-Anne Down: Nein, überhaupt nicht. Ich bin froh und erleichtert über diesen Schritt. Da so das Risiko auch eingeschränkt werden konnte. Weder psychologisch noch sonst irgendwie war es problematisch. Physisch war ich drei Tage später zuhause und habe das Abendessen gekocht.

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