Liebe Mamis, diese 7 Dinge möchten eure kinderlosen Freundinnen euch gerne mal sagen

kinderlose frauen
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Ja, ich habe keine Kinder. Und das hat einen Grund - den du nicht kennst

Kinder sind toll – keine Frage. Doch nicht jeder Mensch muss/kann selbst welche haben. Leider vergessen liebende Mütter das allzu oft. 7 Dinge, die kinderlose Freunde Müttern sagen wollen.

Laut statistischem Bundesamt sind 21 Prozent der 40- bis 44-jährigen Frauen in Deutschland kinderlos. Bei älteren Generationen ist dieser Anteil deutlich geringer: 12 Prozent der 60- bis 64-jährigen Frauen haben keine Kinder.

Ist Kinderlosigkeit also ein neuer Trend? Auf jeden Fall ist sie nicht so selten und „unnormal“, wie manche Menschen kinderlosen Frauen das Gefühl geben.

Wir möchten hiermit natürlich nicht alle Mütter über einen Kamm scheren. Es gibt ganz tolle Frauen, die gleichzeitig Mutter und eine gute Freundin sein können – und Gott sei Dank sind das viele.

Doch leider gibt es auch andere. Mütter, die so sehr in ihrer Mutterrolle aufgehen, dass sie gar nicht mehr sehen und erst Recht nicht verstehen können, dass es auch noch Frauen mit anderen Lebensvorstellungen gibt. Oder anderen Schicksalen. Und vielen kinderlosen Freundinnen brennt so einiges auf der Seele, was sie ihren Mütter-Freundinnen gerne sagen würden - aber sich nicht trauen.

Hier haben wir 7 Dinge, die kinderlose Freunde diese Mütter wissen lassen wollen:

1. Die Welt muss nicht ALLES über Dein Kind wissen

Es freut mich für euch, wenn der Stuhlgang eures Kindes eine Form annimmt, die euch gefällt. Oder wenn das Stillen jetzt klappt. Oder wenn euer Kleines euch zwar die ganze Nacht wach gehalten hat, aber dann, wenn es schläft, so schnuckelig aussieht! Aber müsst ihr denn alles auf Facebook posten? Nicht nur, dass es hier um Details geht, die mich und viele andere nicht interessieren – sie gehen auch niemanden etwas an!

Das Internet vergisst nie: Stellt euch vor, euer Kind oder „Freunde“ eures Kindes finden in 16 bis 20 Jahren diese Einträge. Oder potentielle Chefs eures Kindes. Wie peinlich und unnötig... Auch die Polizei warnt vor Bildern von Kindern auf Facebook >>

2. Vielleicht bin ich ja freiwillig kinderlos?

Es gibt einfach Menschen, die für sich entscheiden, dass sie keine Kinder haben möchten. Das muss nicht „egoistisch“ sein, sondern vielleicht ja auch ganz gut. Wenn jemand sich nicht für den richtigen Menschen hält, um Kinder groß zu ziehen, dann ist es doch nur richtig, wenn er keine Kinder bekommt.

Es gibt auch Frauen, die sich bewusst dagegen entscheiden, Kinder zu bekommen, weil sie Angst vor der Schwangerschaft haben! Darüber schon einmal nachgedacht?

3. Vielleicht bin ich ja auch NICHT freiwillig kinderlos?

Wisst ihr, wie verletzend es ist, Frauen auf ihre Kinderlosigkeit anzusprechen, wenn sie unfreiwillig kinderlos sind? Das muss gar nicht medizinische Gründe haben – das ist schon schlimm genug. Vielleicht hat die kinderlose Freundin auch einfach Pech mit ihren Partnern. Vielleicht hätte sie gerne Kinder, doch ihr Partner fühlt sich noch nicht bereit dazu. Oder sie findet einfach keinen Partner, der es ernst genug mit ihr meint.

4. Bitte ihr nicht auch noch...

Viele kinderlose Männer und Frauen kennen das, egal ob sie freiwillig oder unfreiwillig keine Kinder haben: „Wann schenkst du mir endlich einen Enkel/Urenkel?“ Es gibt schon genug Druck aus der Familie, fangt ihr bitte nicht auch noch an.

5. Bitte hört auch weiterhin zu

Auch Menschen ohne Kinder haben Probleme, die sie gerne mit ihrer Freundin bereden wollen. Wir verstehen, dass sich bei Müttern, gerade wenn sie geradeerst Mütter geworden sind, Werte verschieben: Euer Kind ist euch wichtig und ihr könnt den ganzen Tag darüber reden. Und auch ihr seid unsicher und möchtet euer Verhalten reflektieren. Aber wenn das Gespräch irgendwann zu den kinderfreien Problemen eurer kinderlosen Freundin kommt, macht ihre Probleme nicht klein oder lenkt das Gespräch sofort wieder zu euren Kindern. Hört zu.

6. Dein Kind muss nicht überall mit hin

Es gibt viele Mütter, die ihr Kind überall mit hinnehmen. Es ist schon bei der Einladung klar, dass es ein feuchtfröhlicher Abend mit lautem Lachen und Musik werden soll. Was hat da ein Kind zu suchen?

Auch oft im Freundeskreis erlebt: Dem Vater des Kindes wird von der Mami immer wieder ein kinderloser Männerabend gegönnt, aber die Mamis nehmen das Kind überall mit hin. Warum?

Und leider kann dieses Verhalten zu mehr Enttäuschungen führen: Dazu, nicht mehr immer eingeladen zu werden. Eine Kollegin hat sich bei mir mal beschwert, dass sie, seit sie ein Kind hat, von ihren Freundinnen nicht mehr zum Feiern auf dem Kiez eingeladen wird. Sie hört dann später, wie viel Spaß ihre Freundinnen bei ihrer Tour durch die Clubs hatten und sie fragte, warum sie nicht gefragt wurde, ob sie mit möchte. Ihre Freundinnen sagten, sie hätten gedacht, es wäre zu stressig für die junge Mutter. Das ist gemein und ich kann die Enttäuschung verstehen.

Redet! Versteht, wenn eure kinderlosen Freunde mal Zeit ohne Kind mit euch verbringen wollen. Und sagt, wenn ihr bereit dazu seid, auch Zeit ohne eure Kinder mit ihnen zu verbringen.

7. Übrigens: Respekt!

Wir möchten uns nicht nur beschweren. Zum Schluss müssen wir auch etwas zugeben: Wir bewundern euch auch. Was auch immer uns davon abhält Kinder zu bekommen, ihr konntet es. Und dafür setzt ihr einiges aufs Spiel. Ihr riskiert dafür eure Karrieren, eure Zeit nur für euch. Ihr verschreibt euch mit Haut und Haaren diesem kleinen Menschen und geht mit ihm eine Beziehung ein, die so leicht nichts zerstören kann – für den Rest eures Lebens. Hut ab!

 

 

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