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Das Maß der Dinge

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Kolumne: Sex to go

Miniwürstchen oder Riesenbaguette? Die Meinungen über das appetitlichste Penis-Format gehen weit auseinander. Hier die klare Einschätzung einer Frau, die schon viel gesehen hat.

Als ich ein Teenager war, las ich in einer Zeitschrift vom Unterschied zwischen „Fleischpenis“ und „Blutpenis“. Und auch, dass der Blutpenis erigiert bis auf die doppelte Länge anschwellen könne. Da ich wusste, dass der europäische Durchschnittsdödel etwa 15 Zentimeter misst, kam ich auf erschreckende 30 Zentimeter und beschloss, auf ewig Jungfrau zu bleiben.

Ist die Größe entscheidend?

Gerade bei der Frage nach der Größe des Penis wird immer unheimlich herumschwadroniert, aber kaum jemand überlegt ernsthaft, bei welchen sexuellen Aktivitäten es denn überhaupt auf die Größe ankommen könnte. Bei Petting und Oralsex ist es völlig egal, ob der Partner einen Erdnussflip oder einen Rettich als genitale Ausstattung mitbringt. Beim Penetrieren macht die Position den Unterschied. Ich zum Beispiel liebe Sex im Doggy Style, das ist bequem, der Winkel des Eindringens besonders lustvoll und man hat eine Hand frei, um sich beim Vögeln da zu reiben, wo es am schönsten ist.

Wenn ein Partner aber einen Baseballschläger als Gemächt hat, kann er beim Stoßen den Muttermund berühren und das ist echt unangenehm. Bei der Missionarsstellung, allen Kamasutrapositionen, bei denen die Frau auf dem Rücken liegt, und in der Reiterposition ist eher die Dicke wichtiger als die Länge. Stehen beide Beteiligten, ist die Größe schon entscheidend. Allerdings nur die Körpergröße.

Der Umgang macht's

Ich komme also zum gleichen Schluss wie Generationen von Frauen vor mir: Weniger die Ausstattung als der kunstvolle Umgang damit macht aus einem Durchschnittsstecher den Wunderlover. Allerdings muss ich sagen, dass ich, wenn es sich nicht direkt um Sex handelt, sondern um die reine Optik wie zum Beispiel in der Sauna, schon genau hinäuge und es ästhetisch einfach ansprechender finde, wenn der Penis länger ist als der Hodensack.

Liegt er obenauf wie eine Hörnchennudel auf einem Fleischklops, denke ich höchstens an Pasta al Forno, aber nicht an Bunga Bunga. Ich finde auch schlauchförmige Penisse schöner als zapfenförmige. Leicht gebogen dürfen sie durchaus sein, aber nicht so knubbelig wie eine Schlange, die ein Michelin-Männchen hinuntergewürgt hat.Wer diese Überlegungen männerfeindlich findet, der soll sich bitte mal anhören, wie es klingt, wenn sich zwei Männer über Brüste unterhalten.

Zu klein, zu groß ...?

Ein schöner Penis ist also durchaus von Vorteil, um potenzielle Partnerinnen anzulocken. Hat man aber erst mal eine Frau im Bett und bekommt sie darin auch einen Orgasmus, wird sich keine über fehlende Zentimeter beschweren. Abgesehen von Sinn und Zweck eines großen Penis bin ich ja sehr froh, dass immer nur darüber diskutiert wird, ob der Penis zu klein und nicht, ob die Vagina zu groß ist, denn Frauen sind ja schnell bereit, sich als unvollkommen und behandlungsbedürftig einzuschätzen.

Kaum ein Phänomen ist so abstoßend wie die Gynoplastik, bei der Frauen ihre Vagina chirurgisch verengen oder straffen lassen. Ich hoffe, das Schicksal hat den Typ, der sich diese Prozedur ausgedacht hat, ordentlich bestraft, zum Beispiel mit einem tampongroßen, krummen Schniepel. Und alle anderen Männer, die nett zu uns und unserer Muschi sind: Entspannt euch! Ein Porsche muss es ja gar nicht sein, man(n) muss nur gut fahren können.

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